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Norddeutschland Zahl der Wildunfälle sinkt
Nachrichten Norddeutschland Zahl der Wildunfälle sinkt
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22:11 06.09.2016
Die blauen Reflektoren an den Leitpfosten von Schleswig-Holsteins Straßen sollen vor Wildunfällen schützen. Quelle: H. Marohn
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Flintbek

Dank kleiner blauer Reflektoren an den Leitpfosten zahlreicher Straßen des Landes ist die Zahl der Wildunfälle in Schleswig-Holsteins um ein Viertel gesunken. Während 2005 im Norden noch 15841 Unfälle mit Hirsch, Reh und Wildschwein registriert wurden, waren es zehn Jahre später nur noch 11790 Kollisionen. Diesen enormen Rückgang könne sich die Jägerschaft „auf die Fahnen schreiben“, so Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Die Jäger des Landes haben insgesamt 50000 dieser sogenannten Wildwarnreflektoren an besonders unfallträchtigen Straßen in Schleswig-Holstein angebracht und so gut 500 Straßenkilometer sicherer gemacht – für Mensch und Wild. Die Wirkung der Reflektoren wurde begleitend vom Institut für Wildbiologie an der Universität Göttingen über einen Zeitraum von fünf Jahren wissenschaftlich ausgewertet, mit eindeutigem Ergebnis. Die breite Streuung des von den angestrahlten Reflektoren zurückgeworfenen blauen Lichts wirkt optisch wie ein Zaun;

die Wildtiere nehmen die für sie ungewöhnliche blaue Farbe außerdem als Gefahr wahr und halten sich von der Straße fern.

Wolf Menken, Pächter der Jagd Herrnburg, bestätigt den positiven Effekt: „In den letzten drei Jahren, seitdem Warnreflektoren auf zirka 500 Metern an der Brandenbaumer Landstraße angebracht wurden, hatten wir dort fast keine Wildunfälle mehr.“ An der Mecklenburger Straße sollen auf zwei Kilometern bis zur Zufahrt zum Herrentunnel ebenfalls Wildwarnreflektoren angebracht werden, sobald der Radweg fertig ausgebaut ist, kündigte Kai Neumann, Revierförster des Wesloer Forstes, an. ley

LN

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