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Norddeutschland Zeckenforscher: tückische Infektionen breiten sich nach Norden aus
Nachrichten Norddeutschland Zeckenforscher: tückische Infektionen breiten sich nach Norden aus
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13:18 06.03.2018
In der Regel wird die Infektion durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Quelle: Patrick Pleul/dpa-
Stuttgart/Lübeck

Die weitaus meisten Erkrankungsfälle (85 Prozent) traten im Jahr 2017 in Süddeutschland auf, jedoch seien neue Hot-Spots unter anderem an der niedersächsisch-niederländischen Grenze, in privaten Gärten in Berlin oder auch in Stadtparks in Mecklenburg-Vorpommern entstanden. „Wir haben eine Dynamik, die wir nicht verstehen“, sagte Gerhard Dobler, der Leiter des Deutschen Konsiliarlabors für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), am Dienstag in Stuttgart. An der Universität Hohenheim treffen sich Experten kommende Woche zum 4. Süddeutschen Zeckenkongress.

Zahl der Erkrankungen angestiegen

FSME kann zu Hirnhautentzündung führen. In der Regel wird sie durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Das Robert-Koch-Institut registrierte im vergangenen Jahr bundesweit fast 500 Erkrankungsfälle - und damit mehr als in den Jahren davor. Einen Trend zu immer mehr Erkrankungen gebe es aber nicht, hieß es vom RKI. „Der Trend ist die Schwankung.“ Dobler nannte eine Schwankungsbreite der letzten Jahre von 250 bis 500 Erkrankungsfällen. Ungewöhnlich sei 2017, dass es nach Zählungen insgesamt weniger Zecken gab, jedoch mehr Erkrankungen. Die Entwicklung sei regional sehr unterschiedlich: So sei die Zahl der Infektionen etwa in Unterfranken stark zurückgegangen, in der Alpenregion in einigen Tälern hingegen deutlich nach oben gegangen.

dpa

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