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Norddeutschland Zirkus Knie wehrt sich gegen Lob der Tierrechtler
Nachrichten Norddeutschland Zirkus Knie wehrt sich gegen Lob der Tierrechtler
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15:45 10.08.2016
Laut Zirkus Knie waren es allein „konzeptionelle Überlegungen“, die zu einem Verzicht geführt haben. Quelle: Tim Jelonnek
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Husum

„Da müssen wir Peta leider enttäuschen“, teilte der Zirkus am Mittwoch (10. August) in Husum mit. Elefanten und Raubkatzen seien Bestandteil des klassischen Zirkus. Es seien allein „konzeptionelle Überlegungen“ gewesen, die zu einem Verzicht geführt haben. Es sei daher möglich, dass Wildtiernummern auch wieder gezeigt werden. Der Zirkus hatte Anfang der Woche in Husum seine Tournee in Schleswig-Holstein begonnen. Stationen sind unter anderem Itzehoe, Kiel, Schleswig, Neumünster, Flensburg, Heide und Bad Oldesloe.

Der Auftritt von Wildtieren ist ein Grundsatz-Streit zwischen beiden Kontrahenten. Peta hat an den Zirkus appelliert, auch die Dressuren mit Seelöwen, Kängurus und Zebras aufzugeben und die Tiere an Auffangstationen abzugeben. Seelöwen könnten bis zu 100 Meter tief tauchen und hätten im Zirkus viel zu kleine Becken, Zebras würden an manchen Orten auf Asphalt gehalten und unter der Langeweile im Zirkus leiden, hieß es. Rote Riesenkängurus könnten bis zu neun Meter weit springen, was ihnen in den kleinen Zirkusgehegen nicht möglich sei.

Seelöwen, kontert der Zirkus, würden nur bei der Jagd so schnell und tief schwimmen. Im Zirkus müssten sie kein Futter suchen und hätten auch keine Fressfeinde. „Ist ein Seelöwe satt, zieht er sich an Land zurück und relaxt.“ Zebras würden in der Steppe in der Regel stehen, wenn keine Gefahr drohe. Der Naturboden in der Steppe sei ähnlich hart wie Asphalt. Alle Tiere des Zirkus würden aus Zuchten stammen und die freie Wildbahn gar nicht kennen, hieß es. „Wie sollte ein Tier etwas vermissen, was es nie kennengelernt hat?“ Peta würde rein ideologisch argumentieren und strebe eine „zwangsveganisierte Gesellschaft“ an.

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