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Norddeutschland eHighway an der A1: Baustart verzögert sich
Nachrichten Norddeutschland eHighway an der A1: Baustart verzögert sich
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09:27 05.03.2018
Stormarn bekommt eine Teststrecke. Im März sollte eigentlich Start der Bauarbeiten für eine Strom-Lkw-Trasse an der A 1 zwischen Lübeck und Reinfeld sein. Ab 2019 sollen hier Lkw per Oberleitung angetrieben werden. Quelle: dpa/Archiv
Lübeck/Reinfeld

Der Start der Bauarbeiten für den sogenannten eHighway in Schleswig-Holsteinverzögert sich. Das Vergabeverfahren laufe noch, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums der dpa auf Anfrage. Es gebe jedoch erste Baumfällarbeiten, die aus Gründen des Naturschutzes vorab vergeben worden seien, sagte der Sprecher. Auf der Autobahn 1 zwischen Reinfeld und Lübeck soll eine Teststrecke für elektrisch angetriebene schwere Nutzfahrzeuge entstehen. 

Dazu sollen entlang der Autobahn Oberleitungen errichtet und in Betrieb genommen werden. Ursprünglich hatte im März mit dem Aufstellen der Masten begonnen werden sollen. Der rund zwölf Kilometer lange Autobahnabschnitt ist nach Angaben von Verkehrsplanern mit rund 8000 Transportern täglich eine der meistgenutzten Lkw-Verkehrsachsen in Schleswig-Holstein

Die bis zu zwölf Meter hohen Masten sollen in regelmäßigen Abständen neben der Fahrbahn aufgestellt werden. Die eigentlichen Fahrdrähte werden an Querauslegern befestigt, die die jeweils rechte Fahrspuren der Autobahn überspannen. Dadurch können mit entsprechenden Stromabnehmern ausgerüstete Laster auf der Strecke mit Strom statt mit Diesel fahren. Die Landesregierung und das Bundesumweltministerium hatten das Vorhaben im Februar 2017 vorgestellt.

Der Aufbau der Infrastruktur soll etwa neun Monate dauern. Dazu gehören neben den Masten und Fahrdrähten auch drei sogenannte Gleichrichter-Unterwerke, die den Strom aus dem öffentlichen Netz in Fahrstrom umwandeln. Ende dieses Jahres soll dann der Praxistest beginnen, der nach Angaben von Ministeriumssprecher Harald Haase voraussichtlich bis Ende 2021 laufen soll. 

„An dem Praxistest werden zunächst nur wenige Fahrzeuge teilnehmen. Die Lastwagen sind Einzelanfertigungen und werden noch nicht in Serie produziert. Das Bundesumweltministerium wird die erforderliche Anzahl von Fahrzeugen beschaffen“, sagte Haase. Das Bundesumweltministerium investiert rund 14 Millionen Euro in die etwa zwölf Kilometer lange Teststrecke in Schleswig-Holstein. Weitere Teststrecken sind in Hessen und Baden-Württemberg geplant. Ob das Oberleitungssystem irgendwann flächendeckend eingeführt wird, hängt auch von den Ergebnissen der Feldversuche ab. 

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