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Panorama Bewaffnete Separatisten nehmen in Kamerun 80 Schüler als Geiseln
Nachrichten Panorama Bewaffnete Separatisten nehmen in Kamerun 80 Schüler als Geiseln
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14:00 05.11.2018
Eine Schulklasse in Kamerun. (Archivfoto) Quelle: picture alliance / imageBROKER
Jaunde

Bewaffnete Separatisten der englischsprachigen Minderheit Kameruns haben nach Angaben eines Kirchenvertreters etwa 80 Schüler entführt. Sie hätten bislang kein Lösegeld verlangt, forderten aber die Schließung der Schule in der nordwestlichen Stadt Bamenda, erklärte am Montag der Vorsitzende der presbyterianischen Kirche Kameruns, Samuel Fonki Forba.

Die weiterführende Schule der Religionsgemeinschaft war demnach am Sonntagabend angegriffen worden. Auch der Schulleiter und zwei Angestellte seien entführt worden. Es gab zunächst keine Stellungnahme der Sicherheitskräfte zu dem Fall.

Kamerun: Englischsprachige Minderheit fühlt sich benachteiligt

Die Entführung könnte ein Teil der Strategie der Separatisten sein, für Chaos im englischsprachigen Landesteil zu sorgen. Die Mehrheit der rund 23 Millionen Einwohner des zentralafrikanischen Staates Kamerun spricht französisch, nur eine Minderheit nahe der Grenze zu Nigeria ist anglophon. Die Minderheit fühlt sich seit langem von der frankophonen Mehrheit benachteiligt. Der Konflikt ist seit 2017 mit offenen Bestrebungen nach staatlicher Unabhängigkeit eskaliert.

Die Massenentführung erinnerte an einen Überfall der islamistischen Terrororganisation Boko Haram auf eine Schule im Nordosten des Nachbarlandes Nigeria im Jahr 2014. Damals wurden mehr als 200 überwiegend christliche Mädchen entführt.

Von RND/dpa