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Panorama Bewegender Facebook-Post: Mutter von Mobbingopfer rührt zu Tränen
Nachrichten Panorama Bewegender Facebook-Post: Mutter von Mobbingopfer rührt zu Tränen
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20:07 05.11.2018
Die Mutter eines Mobbingopfers in England rührte mit ihrem Facebook-Post die Netzgemeinde. Quelle: picture alliance / dpa
Tiverton

Zusammengekauert liegt die sechsjährige Sophia auf einem Krankenbett, die Augen geschlossen, zugedeckt mit einem blauen Bettlaken. Sie wirkt kraftlos und geschafft. „Das passiert durch Mobbing“, schreibt ihre Mutter Carrie Golledge unter ihren Facebook-Post, mit dem sie Tausende berührte.

In dem sozialen Netzwerk beschreibt die Mutter aus dem englischen Tiverton, wie sehr ihre kleine Tochter in den letzten Monaten leiden musste. Ihre „Beste Freundin“ hätte die Kontrolle über die Sechsjährige übernommen und sie aufs schwerste emotional missbraucht. Sie hätte entschieden, was Sophia essen dürfe, mit wem sie spiele und wie sie sich zu verhalten habe. Die Sechsjährige litt so sehr, dass sie mehrmals ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Ihre Magenschmerzen waren so stark, dass sie nicht mehr wuchs, sich bis zu zwanzig Mal in der Stunde übergeben musste und über Wochen nicht in die Schule gehen konnte.

„Das ist mein Kind, die so ein gutes Herz hat, dass sie niemandem zur Last fallen möchte, obwohl sie so krank ist. Das ist mein Kind, welches aufgehört hat zu essen, sich selbst in den Schlaf geweint hat, Panikattacken hatte, die so schlimm waren, dass sie nachts 20 mal pro Stunde aufgewacht ist”, schreibt ihre Mutter bei Facebook.

Vorwurf: Schule hat Mobbing nicht ernst genommen

In der Schule sei ihre Tochter mit ihren Problemen nicht ernst genommen worden. Die Lehrer unterstellten ihr, dass sie Geschichten erzähle. Daraufhin nahmen Carrie und ihr Ehemann Chris Sophia und ihren Bruder von der Schule. „Es ist das erste Mal seit ungefähr einem Jahr, dass sie von der Schule nach Hause kommt und uns erzählt, was sie an diesem Tag gemacht hat und mit wem sie alles gespielt hat“, so Carrie Golledge zum Nachrichtenportal „Mirror“.

Der herzzerreißende Beitrag wurde fast 300.000 Mal geteilt, Dutzende hinterließen aufbauende Worte. „Sie sind alle unglaublich“, schrieb Carrie und bedankte sich. „Sie haben uns das Vertrauen in die Menschen zurückgegeben, das uns in den letzten Monaten genommen wurde.“

Von RND/mat

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