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Panorama Columbine Highschool abgeriegelt – FBI fahndet nach 18-Jähriger
Nachrichten Panorama Columbine Highschool abgeriegelt – FBI fahndet nach 18-Jähriger
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11:09 17.04.2019
Die Columbine High School wurde am Dienstag abgeriegelt. Quelle: David Zalubowski/AP/dpa
Littleton

Wenige Tage vor dem 20. Jahrestag des Massakers an der Columbine Highschool sind die Schule und etliche andere im Großraum Denver nach Drohungen abgeriegelt worden. Nach der 18-jährigen Verdächtigen werde gefahndet, teilte das Sheriffbüro von Jefferson County und das FBI am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Sie warnten Anwohner vor der jungen Frau.

An der Columbine Highschool ging der Unterricht nach Bekanntwerden der Drohung zunächst weiter, durch wurden laut der Leitung die Türen verschlossen. Außerschulische Aktivitäten auf dem Gelände der Schule in Littleton wurden gestrichen. Auch mehr als 20 weitere Schulen in der Umgebung wurden fast drei Stunden lang abgeriegelt. Alle Schüler seien in Sicherheit, teilten Mitarbeiter der Einrichtungen mit.

Verdächtige wollte Schusswaffen kaufen

In einer Mitteilung einer FBI-Sondereinheit hieß es, die 18-jährige Verdächtige sei „besessen vom Columbine-Schulmassaker“. Sie sei am Montagabend nach Colorado gereist und habe versucht, Schusswaffen zu kaufen, teilte das Sheriffbüro weiter mit. Zuletzt sei sie in Hügeln westlich von Denver gesichtet worden. Sie sei womöglich bewaffnet und extrem gefährlich. Anwohner sollten sich ihr nicht nähern. Beamte wurden angehalten, für den Fall ihrer Festnahme ihren psychischen Zustand zu prüfen.

Zum genauen Inhalt der Drohungen oder zum Abreiseort der jungen Frau wollten sich Beamte mit Verweis auf laufende Ermittlungen zunächst nicht äußern. Sheriffsprecher Mike Taplin sagte, deren Drohungen seien allgemein gehalten und nicht gegen eine bestimmte Schule gerichtet.

Am 20. April 1999 waren an der Columbine Highschool zwölf Schüler und eine Lehrkraft bei einem Schusswaffenmassaker getötet worden. Für die Bluttat waren zwei Teenagerjungen verantwortlich.

Von RND/dpa/AP