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Panorama Daniel Küblböck: Seine Oma glaubt, dass er noch lebt
Nachrichten Panorama Daniel Küblböck: Seine Oma glaubt, dass er noch lebt
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14:55 02.11.2018
Daniel Küblböck ist von Bord eines Kreuzfahrtschiffes verschwunden. Quelle: imago/News4HH
München

Die Oma des verschwundenen Sängers Daniel Küblböck hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass ihr Enkel noch lebt. Die 83-Jährige habe von Daniels Rettung geträumt, sagte Daniels Vater Günther Küblböck dem Magazin „Bunte“.

Daniel habe früher davon gesprochen, er würde gerne für ein paar Jahre verschwinden, um seine Ruhe zu haben, sagte Günther Küblböck. „Darüber hat er auch mit seiner Oma öfter geredet, sie waren ganz eng. Deshalb klammert sie sich jetzt an den Gedanken, dass Daniel noch lebt und irgendwann wieder auftaucht.“

Zusätzliche Hoffnung habe der 83-Jährigen ein Traum gemacht: „Sie hat geträumt, dass unser Daniel sich an Land zwei Männer organisierte, die mit einem kleinen Boot zur Aida fuhren, um dort zu warten, bis Daniel über Bord springt. Sie hätten ihn an Land gebracht und für eine Weile versteckt“, sagte Günther Küblböck. „Ich freue mich, dass sie sich damit tröstet. Ich würde es auch gern. (...) Aber ich bin zu sehr Realist.“

Daniel Küblböcks Vater spricht von „unterlassener Hilfeleistung“

Im Zusammenhang mit dem Verschwinden seines Sohnes erhebt Günther Küblböck im „Bunte“-Interview schwere Vorwürfe: Er habe im August „tagelang“ mit den Behörden telefoniert, mit Betreuungsgericht, Polizei, Gesundheits- und Ordnungsamt. „Alle haben mir gesagt, wir könnten Daniel nicht gegen seinen Willen therapieren lassen.“ Die Kernaussage sei immer gleich gewesen: Erst müsse etwas Schlimmes passieren, dann könne reagiert werden. „Es ist im Prinzip unterlassene Hilfeleistung, was Daniel widerfahren ist.“

Daniel Küblböck war von Kreuzfahrtschiff verschwunden

Küblböck war während einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York in der Labrador-See vor Neufundland über Bord gegangen. Suizidabsicht gilt als wahrscheinlich. Wenige Tage später stellte die kanadische Küstenwache die Suche nach dem Vermissten ein.

Haben Sie Suizidgedanken? Dann wenden Sie sich bitte an folgende Rufnummern:

Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 – 111 0 111 (ev.)

0800 – 111 0 222 (rk.)

0800 – 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Email: unter www.telefonseelsorge.de

Von RND

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