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Panorama Laster verliert 23 Tonnen schweren Granitblock – Autobahn blockiert
Nachrichten Panorama Laster verliert 23 Tonnen schweren Granitblock – Autobahn blockiert
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12:16 01.11.2018
Ein 23 Tonnen schwerer Granitblock blockierte die Autobahn. Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen
Dillenburg

Nach einer Notbremsung auf der A45 bei Dillenburg (Lahn-Dill-Kreis) hat ein Tieflader einen 23 Tonnen schweren Granitblock verloren. Der Klotz sei auf die Fahrbahn gefallen und 70 Meter über den Asphalt gerutscht, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Die 22-jährige Lastwagenfahrerin wurde leicht verletzt. Die Polizei ermittelt nun, ob die Ladung ausreichend gesichert war, und wegen Fahrerflucht. Denn ausgelöst haben sollen den Unfall zwei andere Fahrzeuge.

Die Fahrerin war am Mittwochabend auf der Autobahn in Richtung Hanau unterwegs, als ein Auto und ein Lkw von einem Parkplatz kurz vor ihr einscheren wollten. „Die beiden Fahrzeugführer achteten offensichtlich nicht auf den herannahenden Laster und lösten so eine fatale Kettenreaktion aus“, erklärte die Polizei. Der Notbremsassistent des Tiefladers habe sich eingeschaltet.

Granitblock auf Fahrbahn: Verursacher flüchteten

Durch die Bremsung rutschte der Sattelzug auf der feuchten Fahrbahn gegen die Leitplanke. Der Granitblock fiel auf die A45. Er habe unter anderem ein Stück der Mittelleitplanke weggerissen, wie der Polizeisprecher berichtete. Die Fahrzeuge, die den Unfall ausgelöst hatten, seien weitergefahren. Für die Aufräumarbeiten blieb die Autobahn mehrere Stunden lang gesperrt. Der Schaden am Tieflader wurde auf 15.000 Euro geschätzt. Die Ermittler werten nun unter anderem den elektronischen Fahrtenschreiber des Lastwagens aus.

Laut der Straßenverwaltung Hessen Mobil wurde die Autobahn durch den Aufprall des Blocks an vier bis fünf Stellen beschädigt. Die Schäden seien provisorisch mit Kaltasphalt ausgebessert worden. Die Geschwindigkeit ist im betroffenen Abschnitt auf 80 Stundenkilometer reduziert worden. In einer der nächsten Nächte sollte die Autobahn dann repariert werden. Dafür müsse eine Spur gesperrt werden.

Von RND/dpa