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Panorama Liveblog: Alle zwölf Jungen und ihr Trainer aus Höhle befreit
Nachrichten Panorama Liveblog: Alle zwölf Jungen und ihr Trainer aus Höhle befreit
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14:12 10.07.2018
Rettungskräfte nahe des Eingangs zur Höhle. Quelle: dpa
Chiang Rai

Die äußerst gefährliche Rettungsaktion für die in einer Höhle eingesperrten Jungen und ihren Fußballtrainer ist offenbar beendet.

Letzter Junge und Trainer befreit

13.57 Uhr: Die Rettungsaktion ist abgeschlossen! Die zwölf Spieler der thailändischen Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer sind alle aus der überfluteten Höhle gerettet. Dies teilte die thailändische Marine mit.

Schon elf Jungen gerettet

12.55 Uhr: In Thailand sind laut Medienbericht nun fast alle Jungen aus der überfluteten Höhle gerettet. Das thailändische Fernsehen berichtete, dass ein elfter Junge von Spezialtauchern ins Freie gebracht worden sei. Dabei soll es sich um den Jüngsten der Fußball-Jugendmannschaft handeln, der erst elf Jahre alt ist. Damit wären aus dem Team dann nur noch ein Spieler sowie der 25 Jahre alte Betreuer in der Höhle. Kurz zuvor waren zwei weitere Jungen aus der Höhle gebracht worden.

Neunter Junge aus Höhle befreit

11.26 Uhr: In Thailand ist laut einem Bericht des Fernsehsenders CNN ein weiterer Junge aus der überfluteten Höhle gerettet worden. Er wurde von Spezialtauchern am Dienstag in einer mehr als fünfstündigen Aktion ins Freie gebracht, wie der Sender unter Berufung auf die thailändische Marine meldete. Damit wären dann neun Jungen gerettet. In der Höhle an der Grenze zum Nachbarland Myanmar wären demnach noch drei Spieler der Fußball-Jugendmannschaft und ihr Betreuer eingeschlossen.

Kein scharfes Essen für die geretteten Jungen

10.44 Uhr: Vier der geretteten Jungen, die sich im Chiangrai Prachanukroh Krankenhaus aufhalten, könnten inzwischen wieder normale Nahrung zu sich nehmen. Scharfe Speisen stehen allerdings noch nicht auf dem Speiseplan.

Mitarbeiter bereiten im Chiangrai Prachanukroh Krankenhaus in Thailand Speisen zu. Quelle: EPA

Klassenkameraden beten für die eingesperrten Jugendlichen

8.58 Uhr: Noch gibt es keine Entwarnung für die in der Höhle verbliebenen Jugendlichen. Klassenkameraden der vier noch eingesperrten Jungen beteten am Dienstagmorgen vor Unterrichtsbeginn für ihre Rettung.

Klassenkameraden beten für die eingesperrten Jugendlichen. Quelle: Getty Images

„Dann wäre nur noch einer übrig“

8.31 Uhr: Thailands Innenminister Anupong Paochinda sagte zum weiteren Vorgehen der Rettungsaktion: „Unser ursprünglicher Plan war, jeweils vier Leute herauszuholen. Aber dann wäre nur noch einer übrig. Deshalb haben wir uns entschieden, heute fünf zu holen.“ Vermutet wird, dass als Letzter der Trainer geht. Der 25-Jährige hatte die Kinder trotz Warnungen in die Höhle hineingeführt.

Auch ein Mediziner soll aus der Höhle geholt werden

7.57 Uhr: An dem neuen Rettungseinsatz – dem dritten mittlerweile – sind mindestens 19 Spezialtaucher beteiligt, die meisten aus dem Ausland. Nach Angaben des Gouverneurs wird er möglicherweise länger dauern als an den ersten beiden Tagen. Grund dafür sei, dass neben den fünf Eingeschlossenen auch vier Retter aus der Höhle geholt werden müssten. Darunter ist auch ein Mediziner, der in der Höhle ausharrte, um im Notfall Erste Hilfe leisten zu können.

Alle Eingeschlossenen sollen heute raus

7.20 Uhr: Als Ziel für die heute gestartete Rettungsaktion gab Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn aus, bis zum Abend alle Eingeschlossenen herauszuholen. Bislang gelang es Spezialtauchern, acht Spieler der jungen Fußballmannschaft aus der Höhle zu bringen. In der Region im Norden Thailands, an der Grenze zu Myanmar, gab es am Dienstag wieder heftige Regenfälle. Der Einsatz ist auch ein Kampf gegen das Wetter und gegen die Zeit. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison. Befürchtet wird, dass durch den Regen das Wasser in der Höhle so schnell steigt, so dass die Hilfsaktion abgebrochen werden muss.

Neue Rettungsaktion hat begonnen

7.01 Uhr: In Thailand hat ein neuer Tauchereinsatz zur Rettung der noch vier eingeschlossenen Jungen und ihres Trainers aus einer Höhle begonnen. Nach Angaben der Behörden läuft die Aktion seit 10.08 Uhr Ortszeit (5.08 Uhr MESZ). An den ersten beiden Tagen konnten insgesamt acht Jungen gerettet werden. Inzwischen sind sie alle im Krankenhaus. Nach Angaben der behandelnden Ärzte geht es ihnen den Umständen entsprechend gut.

Gerettete Thai-Fußballer verpassen WM-Finale in Moskau

6.58 Uhr: Die geretteten Mitglieder des thailändischen Fußball-Teams können die Einladung zum WM-Finale in Moskau nicht annehmen. Die behandelnden Ärzte kündigten am Dienstag an, dass die bislang acht geretteten Kinder noch mindestens eine Woche im Krankenhaus bleiben müssten. Damit haben die Spieler der Jugend-Mannschaft namens „Wildschweine“ keine Chance, beim Finale der Weltmeisterschaft am Sonntag in Moskau dabei zu sein. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte die insgesamt zwölf Jungen und ihren Trainer vergangene Woche eingeladen, auf Kosten des Weltfußballverbands nach Russland zu kommen. Die FIFA wäre „sehr froh, sie als Gäste beim WM-Endspiel in Moskau“ begrüßen zu können, schrieb er.

Tech-Unternehmer Elon Musk bietet vor Ort Hilfe an

6.36 Uhr: Der milliardenschwere Unternehmer Elon Musk hat den Höhlenrettern in Thailand vor Ort ein neu entwickeltes Mini-U-Boot zur Verfügung gestellt. Der 47-Jährige berichtete am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter, dass er inzwischen selbst in dem Höhlenkomplex im Norden des Landes sei. „Gerade zurück aus Höhle 3“, schrieb der Amerikaner. Das kleine U-Boot in Kindergröße hatte er nach eigenen Angaben dabei. „Lasse es hier. Könnte in Zukunft hilfreich sein.“

Geretteten Jungen geht es gut

6.10 Uhr: Das tagelange Ausharren in einer Höhle in Nordthailand haben acht gerettete Jungen nach Behördenangaben gut überstanden. Sie seien „munter“ und als Jungfußballer mit einem starken Immunsystem ausgestattet, teilte Jesada Chokdumrongsuk vom Ministerium für Öffentliche Gesundheit am Dienstag mit. Vier Jungen im Alter von zwölf bis 16 Jahren, die am Sonntag mithilfe von Tauchern zuerst die Grotte in der Provinz Chiang Rai verließen, könnten inzwischen wieder normale Nahrung zu sich nehmen, aber nichts Scharfes. Zwar hätten zwei der Jugendlichen womöglich eine Lungeninfektion erlitten, doch seien alle acht „gesund und lächelten“. Hinter einer Glasabsperrung konnten Angehörige zumindest einige der jungen Patienten sehen. Sie müssten noch mindestens sieben Tage in der Klinik bleiben, hieß es. Zudem sollen sie psychologisch betreut werden.

Rettungsaktion in Thailand wird fortgesetzt

Dienstag, 10. Juli, 5.45 Uhr: Im Höhlendrama von Thailand haben die letzten Vorbereitungen für eine neue Rettungsaktion begonnen. Spezialtaucher wollen am Dienstag einen neuen Versuch unternehmen, weitere fünf Mitglieder der eingeschlossenen Fußball-Mannschaft aus einer überfluteten Höhle im Norden des Landes zu retten. Derzeit sitzen noch vier Jungen und ihr Betreuer fest, jetzt schon seit 17 Nächten. Der Weg nach draußen beträgt fast vier Kilometer. Seit Sonntag gelang es den Tauchern nach und nach, acht Jungen in Sicherheit zu bringen.

Rettungsaktion für Montag beendet

14.29 Uhr: Die Rettungsarbeiten wurden für den heutigen Tag beendet. In der Höhle befinden sich somit noch vier Jungen und deren Trainer.

Achter Junge draußen

14.12 Uhr: Die guten Nachrichten reißen nicht ab. Soeben sei ein achter Junge ans Tageslicht gebracht worden, meldet der amerikanische Nachrichtensender unter Berufung auf einen Retter.

CNN: Zwei weitere Jungen in Sicherheit

13.57 Uhr: Zwei weitere Jungen sind aus der Höhle gerettet werden. Damit wären jetzt sieben Jugendfußballer aus der Höhle befreit.

CNN: Erster Junge am zweiten Rettungstag aus der Höhle befreit

11.56 Uhr: Die Retter haben mindestens einen Jungen aus dem Höhlensystem herausgeleitet. Das habe ein Augenzeuge vor der Höhle bestätigt. Der Junge sei von dem Höhleneingang in einem Krankenwagen zum Hubschrauber-Start- und Landeplatz gebracht worden.

Neuer Regen droht

11.45 Uhr: CNN-Korrespondentin Jo Shelley postete dieses Bild von Regenwolken, die über dem Höhlenkomplex hängen.

Appetit auf scharf gewürztes Schweinefleisch mit Basilikum

10.40 Uhr: Sie nennen sich als Fußballteam „Wild Boars“, Wildschweine. Und die vier Geretteten haben auch schon wieder mächtig Appetit: Pikantes Schweinefleisch mit Basilikum hätten sie sich am Morgen nach ihrer Bergung gewünscht, twitterte eine thailändische Reporterin.

Zweiter Teil der Rettung begann früher als erhofft

09.45 Uhr: Weil das Wasser in der Höhle trotz der nächtlichen Regenfälle weiter gesunken war, konnte der zweite Tauchereinsatz früher beginnen als erwartet. Das sagte Provinzgouverneur und Einsatzleiter. Narongsak Osotthanakorn. Hubschrauber stehen in der Nähe des Höhleneingangs, um die nächsten Geretteten ins Krankenhaus bringen.

Zwei Helikopter warten nahe einer Höhle, in der eine Jugendfußballmannschaft und ihr Trainer seit dem 23. Juni eingeschlossen sind. Quelle: dpa

Identität der Geretteten weiter unklar

09.42 Uhr: Die thailändischen Behörden weigern sich weiterhin, die Identität der vier bisher geretteten Jugendlichen offenzulegen. Man wolle niemanden bevorteilen, hieß es. So bleiben die Eltern aller Kinder weiter im Ungewissen über das Schicksal ihrer Lieben.

Taucher nehmen Rettungsaktion wieder auf

09.15 Uhr: Die Rettungstaucher sind wieder in der Höhle, um die Bergung der eingeschlossenen acht Jungen und ihres Trainers fortzusetzen. Das berichtet CNN in bezug auf die thailändische Marine. Der Marine-Offizier bestätigte, dass es sich bei den Einsatzkräften um dieselben Taucher handle, die am Vortag vier Jugendfußballer aus der Höhle gerettet hatten.

„Die Jungen sind in gutem Zustand“

08.10 Uhr: Den vier Jungen, die als erste aus der Höhle gerettet wurden, geht es den Umständen entsprechend gut. Das bestätigte Thailands Innenminister Anupong Paojinda. „Sie sind stark, sie sind in Sicherheit.“ Die vier würden nun im Chiangrai Prachanukroh Hospital behandelt und gründlich untersucht. Drei der vier Jungen seien per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden, einer mit dem Krankenwagen.

Taucher sollen erneut eingesetzt werden

07.12 Uhr: Die professionellen Taucher, die bereits den ersten Einsatz abgeschlossen haben, sollen auch am zweiten Tag wieder in die Höhle. Die erfolgreichen Retter werden auch am Montag überflutete Grotte steigen, um weitere Kinder ins Freie zu bringen, sagte der thailändische Innenminister Anupong Paojinda. Da sie bereits die Bedingungen in der Höhle kennen wüssten sie, was zu tun sei.

Familien warten auf ein Wiedersehen

Montag, 9. Juli, 7.07 Uhr: Die Angehörigen der vier bereits geretteten Jungen warten auf ein erstes Wiedersehen. Wie der Sender Thai PBS am Montag berichtete, informierten die Behörden die Familien, sich für einen Besuch im Krankenhaus bereit zu halten.

Die vier Jungen werden derzeit in einem Krankenhaus in der Stadt Chiang Rai behandelt. Nach Auskunft der Behörden geht es ihnen den Umständen entsprechend gut. Der achte Stock der Klinik, wo die Jungen die erste Nacht nach ihrer Rettung verbrachten, ist von der Polizei abgesperrt.

Dänischer Taucher: Jungen erhielten Beruhigungsmittel

21.30 Uhr: Der dänische Tauchlehrer Ivan Karadzic, der an der Rettungsaktion teilnahm, gab dem Dänischen Rundfunk (DR) am Abend ein Interview: „Die Jungen waren mit Medikamenten sediert, damit sie nicht in Panik gerieten. Sie waren nicht komplett betäubt, aber sie waren in ihren Reaktionen beeinträchtigt. Die Jungen waren während der Rettungsaktion an die Taucher gegürtet.“ Karadzic, der in Thailand eine Tauchschule betreibt, war laut DR den gesamten Tag über an der Rettungsaktion beteiligt.

Mehrere Taucher kümmerten sich ausschließlich darum, dass die Jungen und die sie begleitenden Taucher fortlaufend mit neuen Sauerstoffflaschen versorgt wurden. Zudem seien die Jungen permanent auf ihren Gesundheitszustand untersucht worden. „Es ist fantastisch gelaufen. Mir geht es super, aber ich bin wirklich müde. Ich könnte jetzt wirklich etwas Schlaf gebrauchen. Aber mir geht es blendend, weil wir vier Jungs rausgekriegt haben.“

Gouverneur korrigiert Angaben der Geretteten

16.25 Uhr: Laut Gouverneur Narongsak Osatanakorn, der die Rettungsaktion leitet, sind bisher vier Jungen gerettet worden. Zunächst war von sechs Kindern die Rede gewesen. Die restlichen acht Kinder und ihr Trainer sollen am Montag aus der Höhle gerettet werden, hieß es.

Mehr Sauerstoff wird in die Höhlen geleitet

16.20 Uhr: Nach Angaben von CNN werden die Rettungsarbeiten unterbrochen, um mehr Sauerstoff in die Höhle zu leiten. Der Sauerstoff ist aufgebraucht“, sagte Gouverneur Narongsak Osatanakorn.

Weitere Rettung erst am Montag

15.56 Uhr: Laut Bild.de soll die Rettungsaktion am Montag fortgesetzt werden. Das Portal beruft sich auf das thailändische Amt für Katastrophenschutz. Der Zustand zweier Jungen sei sehr schlecht – sie seien direkt in die Notaufnahme gebracht worden, so Bild.de

Das Krankenhaus in der thailändischen Provinz Chiang Rai, in das die ersten geretteten Jungen gebracht wurden. Quelle: PONGMANAT TASIRI/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Rettung läuft zügiger als erwartet

15.50 Uhr: Die zügige Befreiung von sechs Jungen spricht dafür, dass die am Sonntagmorgen gestartete Rettungsaktion besser und schneller als erwartet lief. In einer offiziellen Mitteilung der thailändischen Behörden kurz vor Bekanntwerden der ersten Rettungsberichte hatte es noch geheißen, es sei nicht absehbar, wann die ersten Jungen die Höhle verlassen könnten.

Thailändische Behörden: Sechs Kinder gerettet

15.40 Uhr: Nach Angaben der thailändischen Behörden sind nun insgesamt sechs Kinder gerettet.

Höhlenexperte: Retter mussten handeln

15.15 Uhr: Angesichts drohender neuer Regenfälle konnten die Verantwortlichen für die Höhlenrettungsaktion in Thailand nach Einschätzung des deutschen Experten Martin Groß nicht mehr länger warten. „Wenn die Wassermassen nicht mehr beherrschbar werden und zudem die Gefahr besteht, dass die Jugendlichen bis zu vier Monate eingeschlossen sein werden, muss man handeln“, sagte Groß der dpa. Der 39-Jährige ist aktiver Höhlenretter und Geschäftsführer des ehrenamtlichen Vereins Höhlenrettung Baden-Württemberg.

Vierter Junge ist draußen

15.08 Uhr: Der vierte Junge hat nach Angaben eines thailändischen Navy Seals die Höhle verlassen. #ThamLuangRescue

Drei Jungen aus Höhle gerettet, weitere auf dem Weg

14.56 Uhr: Einem Medienbericht zufolge sind mittlerweile insgesamt drei der eingeschlossenen Jugend-Fußballer gerettet worden. Dies berichtete die Tageszeitung „Bangkok Post“. Die Retter untersuchten derzeit zudem den Gesundheitszustand von drei weiteren Jungen – diese befänden sich in der Nähe des Höhlenausgangs, hieß es. Eine offizielle Bestätigung der thailändischen Behörden lag zunächst nicht vor.

Mehrere Stunden nach Beginn der Aktion zur Rettung einer in Thailand festsitzenden Fußballmannschaft haben zwei Krankenwagen die Höhle verlassen. Quelle: dpa

Zwei Kinder haben die Höhle verlassen

14.12 Uhr: Zwei der zwölf Jungen haben die Höhle verlassen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Tossathep Boonthong, den Leiter der Gesundheitsabteilung der Stadt Chiang Rai. Mindestens zwei der Kinder seien mit einem Hubschrauber in ein nahegelegenes Krankenhaus geflogen worden, berichtet die „Bangkok Post“ bei Twitter.

Tossathep dementierte demnach den Bericht und sagte, die Kinder würden nahe der Höhle untersucht. Sie seien noch nicht in das Krankenhaus gebracht worden.

Zwei eingeschlossene Jungen auf dem Weg zum Höhleneingang

13.52 Uhr: Zwei der zwölf Jugend-Fußballer sollen auf dem Weg ins Freie sein. Die beiden Jungen seien unterwegs zum Ausgang der Höhle, berichtete die „Bangkok Post“ auf Twitter. Eine offizielle Bestätigung dafür liegt bisher noch nicht vor.

Der Leiter der Rettungsmission, Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn, hatte zuvor mitgeteilt, es sei nicht absehbar, wie lange die Rettungsaktion dauern werde.

Deutscher Tunnelbohrer schickt Experten

13.26 Uhr: Der baden-württembergische Tunnelbohrer Herrenknecht hat Spezialisten an den Unglücksort geschickt. Dort hätten sie zunächst geprüft, ob sie mit Bohrungen bei der Rettung der in einer Höhle eingeschlossenen Jugendfußball-Mannschaft helfen könnten, sagte ein Sprecher des Weltmarktführers am Sonntag.

Zuvor hatte „Bild am Sonntag“ berichtet, Fachleute von Herrenknecht stünden bereit, um zunächst ein Loch zur Luftzufuhr in die Höhle zu bohren, in der die Jugendlichen durch einen Wassereinbruch eingeschlossen wurden. Danach hätte man eventuell ein Loch bohren können, durch das Wasser aus der Höhle ablaufe, erklärte der Konzernchef Martin Herrenknecht (76) der Zeitung. Allerdings hätte dies 8 bis 14 Tage dauern können.

Am Sonnabend seien die Herrenknecht-Experten am Unfallort angekommen. An der Aktion am Sonntag seien die Spezialisten des Unternehmens nicht beteiligt gewesen. „Auch wir bei Herrenknecht hoffen sehr, dass die Rettungsaktion erfolgreich verläuft“, sagte Unternehmenssprecher Achim Kühn.

Krankenhaus bereitet sich vor

12.46 Uhr: In Thailand bereitet sich das nächstgelegene Krankenhaus auf die Rettung der Jugend-Fußballer vor. Vor dem Prachunakroh-Krankenhaus in der knapp 60 Kilometer entfernten Stadt Chiang Rai stellten Arbeiter Planen auf, die Sichtschutz bieten sollten.

Zudem waren im thailändischen Fernsehen Krankenhaus-Mitarbeiter zu sehen, die 13 Krankentragen vor dem Eingang aufstellten. Der achte Stock des Krankenhauses soll Berichten zufolge für die Geretteten reserviert sein. Die „Bangkok Post“ twitterte ein Bild von einem vorbereiteten Krankenzimmer.

Die Jungen sind geschwächt, nach Tagen ohne Kontakt zur Außenwelt wurden sie zuletzt von Tauchern mit dem Nötigsten versorgt.

Jungen werden in mehrere Gruppen geteilt

12.14 Uhr: Für ihre Rettung aus der thailändischen Höhle sollen die 13 Eingeschlossenen in mehrere Gruppen aufgeteilt werden. Dies berichtete die Zeitung „Bangkok Post“ am Sonntag unter Berufung auf Rettungskräfte. So sollen zunächst vier Mitglieder der Jungen-Fußballmannschaft in Begleitung der erfahrenen Höhlentaucher den riskanten und langwierigen Tauchgang beginnen. Zwei weitere Gruppen von jeweils drei Fußballern sollen folgen. Der 25 Jahre alte Betreuer der seit 16 Tagen in der Höhle eingeschlossenen Gruppe werde demnach bei der letzten Gruppe sein.

Elon Musk wünscht „extrem fähigen Taucherteam“ viel Glück

9.58 Uhr: Unternehmer Elon Musk hat den Höhlenrettern in Thailand viel Erfolg für ihre riskante Rettungsaktion gewünscht. Nachdem bekannt wurde, dass Taucher die eingeschlossenen Jungen am Sonntag aus der Höhle holen sollen, twitterte Musk, er wünsche dem „extrem fähigen Taucherteam“ alles Gute. Wegen des Monsunregens sei der Einsatz nun vernünftig.

Zuvor hatte es wohl Gespräche mit dem Tech-Milliardär gegeben, dass sein Unternehmen bei der Rettungsaktion mit einem Mini-U-Boot helfen könne. Am Freitag hatte der 47-Jährige angekündigt, Ingenieure seiner Unternehmen SpaceX und The Boring Company seien auf dem Weg nach Thailand. Zudem gebe es Überlegungen, ein U-Boot in Kindergröße zu bauen. Seine Techniker würden dafür etwa 8 Stunden brauchen. Mit dem Taucheinsatz dürfte sich dieses Projekt überholt haben.

„Wir bringen sie nach Hause“

9.13 Uhr: Das Taucherteam in Thailand hat sich darauf eingeschworen, die in der Höhle eingeschlossenen Jungfußballer nach draußen zu bringen. Auf der Facebook-Seite der thailändischen Marinetaucher posteten sie ein Bild, das ihren Teamgeist zeigt. Drei Taucher fassen sich an den Handgelenken, nur ihre Hände und Unterarme sind zu sehen, wie sie ein Dreieck bilden. „Wir, das Thai Team und das internationale Team, werden die Wild Boars nach Hause bringen“, steht darunter. „Wild Boars“ (Wildschweine) ist der Spitzname des Jungen-Fußballteams.

“เรา”...ผนึกกำลังทั้งทีมไทยและทีมนานาชาติ นำน้องๆทีมหมูป่า...กลับบ้าน ฮูยา… 8 กรกฎาคม 2561 “We”, the Thai and international teams, are strong and firm in bringing all the Wild Boars home! Hooyah… 8 July 2018

Gepostet von Thai NavySEAL am Samstag, 7. Juli 2018

Die Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr 25-jähriger Fußballtrainer sind seit dem 23. Juni in der überfluteten Höhle in der Provinz Chiang Rai eingeschlossen. Sie sitzen an einer trockenen Stelle etwa vier Kilometer im Höhleninneren fest.

Bei dem Einsatz, der um 10.00 Uhr Ortszeit (05.00 MESZ) begann, soll jeder Junge von zwei Tauchern begleitet werden. Die Jungen sollen nach und nach einzeln herausgebracht werden. Fünf Taucher stammen aus Thailand, der Rest aus dem Ausland.

Sauerstoffmangel erhöht Druck auf die Retter

Sauerstoffmangel und schlechte Wetteraussichten erhöhten zuletzt den Druck auf die Retter. In den nächsten Tagen soll es wieder heftige Regenfälle geben. Am Aufenthaltsort der Gruppe ist der Sauerstoffgehalt in der Luft von 21 Prozent auf 15 Prozent abgesunken.

Teile der Höhle sind immer noch unter Wasser. Das bedeutet, dass die Jungen für einige Teile Ausrüstung der Sporttaucher benötigen, um voranzukommen. Narongsak sagte, in den vergangenen Tagen sei der Wasserpegel in der Höhle aber genügend zurückgegangen, dank der Entwässerungsmaßnahmen. So könnten nun viele Teile zu Fuß passiert werden. Australische Sanitäter hätten die Höhle am Sonntag betreten, um den Gesundheitszustand der Jungen zu bewerten. Sie hätten bestätigt, dass die Jungs bereit seien.

„Heute ist D-Day“

„Heute ist D-Day“, sagte Narongsak. Neue Regengüsse würden erwartet. „Wenn wir warten, werden wir wieder das Wasser herauspumpen müssen.“ Jeder der Jungen soll von zwei Tauchern begleitet werden, sie sollen schrittweise herausgebracht werden. Insgesamt sind 18 Taucher im Einsatz, darunter 13 aus dem Ausland.

Die Rettungsaktion ist äußerst gefährlich: Ein Taucher kam bereits vor wenigen Tagen im Einsatz ums Leben. Selbst die professionellen Taucher benötigten fünf bis sechs Stunden, um von der Gruppe zum Ausgang zu gelangen. Darüber hinaus sind einige der Jungen keine guten Schwimmer.

Am Sonntag waren Sporttaucher und Sanitäter an der Höhle angekommen. Darüber hinaus wurde das in der Nähe des Höhleneingangs platzierte provisorische Mediencamp mit mehr als 1000 thailändischen und ausländischen Journalisten geräumt. Neu ankommenden Reportern wurde der Zugang verwehrt. Sie wurden zu einem Regierungsgebäude weitergeleitet.

Von RND/are/dk/mkr/dpa