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Panorama Neues Jahr, neues Glück?
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14:00 02.01.2013
Mit den Tierkreiszeichen durchs Jahr: Der Steinbock macht den Anfang – und das Ende. Die elf weiteren Sternzeichen verteilen sich übers Jahr. Quelle: fotolia
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Lübeck

Ein neues Jahr! Für Viele heißt das große Hoffnungen, gute Vorsätze, nicht selten ein kleiner Neuanfang – und die immer gleichen Fragen: Was erwartet mich? Wo geht die Reise hin? Wie wird das Jahr ausfallen?

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Sivester in Berlin.

Der Astrologe Holger Faß kennt sich aus mit Himmelskörpern. Seit über 30 Jahren beschäftigt sich der Vorsitzende des Deutschen Astrologenverbandes (DAV) mit ihnen. Der DAV ist ein Berufsverband mit etwa 800 Mitgliedern. „Wir sind so was wie Psychologen in Anführungsstrichen“, erklärt Faß seinen Beruf. Er grenzt ihn gegen andere Formen der Wahrsagerei ab: „Kartenlegen hat nichts mit Astrologie zu tun.“ In der Astrologie geht es um Sternen- und Planetenkonstellationen.

Es kommt zu einem Bruch

Und die Prognose für 2013, die Holger Faß zum Besten gibt, hat es in sich. „Am Interessantesten finde ich den Machtverlust“, sagt er. Was genau die Sternenkonstellation, bei der Pluto im Tierkreiszeichen des Steinbocks stehen wird, bringt, kann er allerdings nicht sagen. „Vielleicht ein Koalitionsbruch“, mutmaßt er. Andererseits sei der Machtverlust „anders als üblich“: „Es sind auch Institutionen, nicht nur Personen betroffen.“

Eigentlich ist Faß Freund der sogenannten Individual-Astrologie, bei der mit Hilfe eines Geburtshoroskops, dass heißt anhand der Sternenkonstellation zum Zeitpunkt und Ort der Geburt eines Menschen sowie dem aktuellen Sternenbild, Aussagen für den Einzelnen getroffen werden. „Bei Staaten übertragen wir das entsprechend“, erklärt er. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

So ist die Geburtsstunde für Deutschland umstritten: Die Gründung der beiden deutschen Staaten 1949? Die Wiedervereinigung 1990? Oder schon die Reichsgründung 1871? Faß hat sich auf das Jahr 1871 festgelegt, aus einem einfachen Grund: „Damit habe ich in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht“, sagt er.

Auch sonst überträgt er persönliche Eigenschaften auf das Kollektiv: Was beim Einzelnen die Partnerschaft ist, ist bei einem Staat eine außenpolitische Beziehung. Faß gibt allerdings zu: „Eine Aussage für über 80 Millionen Menschen zu treffen, ist besonders schwierig.“

„Chance, Dinge

besser zu machen“

Und wie fällt nun seine Voraussage für Deutschland 2013 aus? Im Bereich Bildung und Kultur wird sich nach Faß’ Sternendeutung einiges ändern. „In der höheren Bildung gibt es eine Bemühung um vermehrte Förderung und im Gesundheitssystem wird es eine deutliche Änderung in der Struktur geben“, glaubt er, aus den Sternen lesen zu können. Dagegen bleibe im Bereich der Arbeitslosigkeit alles beim Alten. „Das hört sich jetzt erstmal nicht besonders rosig an“, gibt Faß zu – ist sich aber sicher, dass die Ereignisse andererseits etwas „Heilsames, Reinigendes“ haben könnten. „Es besteht die Chance, Dinge, die schlecht gelaufen sind, im nächsten Jahr besser zu machen.“

Keine unverrückbare

Wahrheit

Ohnehin will Faß seine Aussagen nicht als unverrückbare Wahrheiten verstanden wissen, denen man sich schicksalhaft ergeben müsse. „Nehmen Sie die Wetterprognose. Wenn ich sage, die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 60 Prozent, sagt das nichts darüber aus, wie Sie das wahrnehmen und welche Konsequenz sie daraus ziehen.“ Oder die Uhr. Die mache nicht die Zeit, sondern bilde sie nur ab.

Daher spielt es für Faß auch nicht die entscheidende Rolle, ob die Astrologie wissenschaftlich erklärbar ist. Vielmehr, sagt er, gehe es ihm darum, Menschen mit dem, was er tue, zu helfen – zum Beispiel dabei, eine richtige Entscheidung für die eigene Zukunft zu treffen.

Britta Kessing

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