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Panorama Online-Kampagne gegen Sexismus und Rassismus gestartet
Nachrichten Panorama Online-Kampagne gegen Sexismus und Rassismus gestartet
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13:45 08.03.2016
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Berlin

„Sexualisierte Gewalt ist niemals legitim, sie gehört strafrechtlich verfolgt“, teilten das Netzwerk Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und das Gunda Werner Institut (GWI) der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin mit. Die Kampagne steht unter dem Motto „Nicht mit mir!“.

Unterstützt wird der Aufruf vom Bundesforum Männer und der Gruppe „Syrer gegen Sexismus“. Zugleich richten sich die Initiatoren gegen die rechtspopulistische Vereinnahmung von Vorfällen wie an Silvester in Köln.

Auch in Lübeck tut sich was in Sachen Frauenthemen.

Weiter lehnt die Kampagne Männlichkeitsbilder ab, die Gewalt legitimieren. Gleichzeitig warnt sie davor, männliche Flüchtlinge als potenzielle Täter wahrzunehmen. „Geflüchtete Männer haben ebenso einen Anspruch auf Sicherheit, Privatheit und Zuwendung wie geflüchtete Frauen und Kinder“, schreiben die Verfasser. Zudem fordern die Organisatoren eine Überführung der sogenannten Istanbul-Konvention von 2014 in das deutsche Strafrecht. Die vom Europarat ratifizierte Konvention soll Frauen unter anderem vor häuslicher Gewalt schützen.

Das Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse ist ein bundesweites Netzwerk, das aus Männersicht für die Gleichstellung der Geschlechter eintritt. Das GWI setzt sich für Feminismus und Geschlechterdemokratie ein.

Hier geht es zur Kampagne.

factbox

Am Internationalen Frauentag an diesem Dienstag - 8. März - fordern weltweit viele Organisationen, Politiker und Prominente die volle soziale, wirtschaftliche, kulturelle und politische Gleichstellung von Frauen. Der Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Pledge For Parity“ (Zusicherung von Gleichheit). In New York eröffnen die Schauspieler Emma Watson und Forest Whitaker die Kunstwoche zur UN-Kampagne „HeForShe“. Bundespräsident Joachim Gauck hatte anlässlich des Frauentags auf Gleichberechtigung vor allem im Arbeitsalltag gepocht. In Italien dürfen Frauen gratis in Museen.

Der Frauentag wurde auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin erstmals 1911 in Deutschland und in Nachbarländern organisiert. Seit 1921 wird er am 8. März gefeiert. 1977 erkannte die UN-Generalversammlung den Frauentag an.

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