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Panorama Polizei beschlagnahmt zahlreiche Waffen an Bahnhöfen
Nachrichten Panorama Polizei beschlagnahmt zahlreiche Waffen an Bahnhöfen
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12:24 27.07.2018
Am Kölner Hauptbahnhof hängt ein Plakat zum Waffenverbot Quelle: dpa
Köln

Bei Kontrollen an Bahnhöfen in mehreren deutschen Großstädten hat die Bundespolizei seit Jahresbeginn gezielt nach Waffen bei Passanten gesucht und fast 60 Messer, Beile und Baseballschläger beschlagnahmt. Die Ergebnisse zeigen nach Ansicht des Bundesinnenministeriums, dass Waffenverbote an Brennpunkten wie Bahnhöfen angesichts zunehmender Messerattacken notwendig gewesen seien. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor.

An den Bahnhöfen in Hamburg, Frankfurt, Nürnberg, Dortmund sowie U-Bahnstrecken in Berlin sind Waffen ab diesem Wochenende auch am Kölner Hauptbahnhof untersagt. Von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sind jeweils zwischen 18 Uhr und 6 Uhr morgens „gefährliche Werkzeuge aller Art“ verboten. Bei Verstößen droht ein Zwangsgeld von 100 Euro.

Weitere Waffengebote geplant

Bei den bisherigen Kontrollen an deutschen Bahnhöfen zogen die Bundespolizisten neben 42 Messern auch Schlagstöcke, Schraubenzieher, Schlagringe und Reizgas ein. Nach Angaben des Ministeriums sind weitere Waffenverbote geplant. Die Polizei kann aber nur zeitlich begrenzte Verbote aussprechen. Für ein dauerhaftes Verbot wäre ein entsprechendes Gesetz erforderlich.

Kölner Hauptbahnhof – „Brennpunkt für Gewaltdelikte“

Im vergangenen Jahr hat die Bundespolizeiinspektion Köln nach eigenen Angaben ein Viertel mehr Gewalttaten als 2016 verzeichnet, oft sind Waffen im Spiel. Allein im ersten Halbjahr 2018 wurden 44 Vorfälle registriert, bei denen Waffen getragen wurden. Der Kölner Hauptbahnhof sei vor allem an Wochenenden „ein Brennpunkt für Gewaltdelikte“.

Beteiligt seien häufig Männer bis 40 Jahre, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ständen, sagte eine Sprecherin. „Auf diese Zielgruppe werden wir uns konzentrieren.“ Es gehe nicht darum, normale Reisende zu durchsuchen. Durch das Verbot sollen Straftaten verhindert und Reisende geschützt werden. Aushänge an den Bahnhofseingängen sowie Lautsprecherdurchsagen sollten auf den Erlass hinweisen.

Von RND/dpa

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