Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Panorama Rekord bei Forschungsausgaben der deutschen Wirtschaft
Nachrichten Panorama Rekord bei Forschungsausgaben der deutschen Wirtschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:05 26.12.2012
Bundesweit sind nur knapp 75 000 Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb zugelassen. Foto: Jan Woitas
Anzeige
Essen

teilte der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft am Donnerstag in Essen mit. So stockten die Unternehmen etwa das Forschungspersonal auf knapp 350 000 Vollzeitkräfte auf - ein Anstieg um 3,7 Prozent.

„Das europäische Ziel, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu steigern, ist fast erreicht“, sagte Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender des Chemieriesen BASF und Vizepräsident des Stifterverbandes laut einer Mitteilung. Einschließlich staatlicher Mittel lag der Anteil im vergangenen Jahr bei 2,88 Prozent der Wirtschaftsleistung. Der Bund schulterte gut ein Viertel der Forschungsgelder.

Die mit Abstand forschungsstärkste Branche ist laut Stifterverband die Kfz-Industrie. 15,8 Milliarden Euro investierten die Autobauer, unter anderem in die Entwicklung der Elektromobilität. Volkswagen nahm für Forschungszwecke am meisten Geld in die Hand und belegte im EU-Vergleich unverändert den Spitzenplatz, gefolgt von Daimler. BMW schaffte es in dem Ranking unter 1500 Unternehmen auf Platz 10, wie aus dem am Donnerstag von der EU-Kommission veröffentlichten Bericht zu Forschungsausgaben der Industrie für 2012 hervorgeht.

Rund ein Drittel aller Ausgaben für Forschung und Entwicklung entfällt in Deutschland auf die Kfz-Branche. Auch im europäischen Vergleich war der Schub in der Forschung zu großen Teilen den Autobauern zuzuschreiben - sie schultern ein Viertel der F&E-Mittel in der EU. Die Energieversorger kürzten ihre Ausgaben dagegen um mehr als vier Prozent. Als möglichen Grund dafür nannte der Stifterverband wirtschaftliche Schwierigkeiten aufgrund der Energiewende.

Obwohl deutsche und europäische Unternehmen ihre Forschungsmittel deutlich aufstockten, reicht die EU bisher nicht an die Investitionen in den Vereinigten Staaten heran. Grund sei die große Zahl an High-Tech-Unternehmen in den USA, teilte die EU-Kommission mit. Software-Gigant Microsoft landete auf Platz zwei im globalen Ranking vor Volkswagen, an erster Stelle rangiert der japanische Autobauer Toyota. Weltweit waren es Unternehmen der IT-Branche, die ihre Investitionen am meisten steigerten, darunter Huawei aus China und der Apple-Konzern mit Sitz in Kalifornien.

Für das laufende Jahr rechnet der Stifterverband in Deutschland mit mehr Zurückhaltung. Mit 1,9 Prozent würden die Forschungsausgaben voraussichtlich nur etwa im Rahmen der Inflationsrate steigen. Für 2013 erwarten die Unternehmen einen Anstieg von 3,6 Prozent.

Der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft ist ein Zusammenschluss aus rund 3000 Unternehmen, Unternehmensverbänden, Stiftungen und Privatpersonen. Für die Erhebung wurden 2012 im Auftrag des Bundesforschungsministeriums rund 21 000 Unternehmen befragt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Unregelmäßigkeiten um Organtransplantationen haben nicht nur die Bevölkerung verunsichert, sondern beschäftigen auch die Ärzte weiter. Auf einem Kongress für Notfall- und Intensivmedizin werden die Experten über ihre Haltung zur Organspende befragt.

13.12.2012

So detailreich wie nie zuvor zeigen neue Satelliten-Fotos der US-Raumfahrtbehörde Nasa die Erde bei Nacht. Die Bilder stammten von einem neuen Satelliten, teilte die Nasa am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington mit.

29.12.2012

Ab Jahresbeginn sollen bis zu 400 deutsche Soldaten den Nato-Partner Türkei vor Angriffen aus Syrien schützen. Das Bundeskabinett stimmte in einer Sondersitzung der Entsendung von zwei „Patriot“-Raketenabwehrstaffeln zu. Verteidigungsminister T

06.12.2012
Anzeige