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Stars Fröhlicher und meist friedlicher Start ins Jahr 2018
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09:52 01.01.2018
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Berlin

Auf ein frohes Neues: Fast überall in Deutschland sind die Menschen fröhlich und friedlich ins Jahr 2018 gestartet. Pünktlich um Mitternacht erreichten die vielen Feuerwerke und Partys trotz oft regnerischem und windigem Wetter ihren Höhepunkt.

Bei der größten Silvesterparty Deutschlands am Brandenburger Tor in Berlin feierten mehrere Hunderttausend. Ausschreitungen gab es in Leipzig, wo 40 bis 50 Randalierer Polizisten mit Böllern und Steinen bewarfen. Ein 14-jähriges Mädchen im thüringischen Triptis muss um ihr Augenlicht fürchten, nachdem ein explodierender Böller in eine Menschengruppe geworfen wurde. Polizeisprecher in Großstädten sprachen am frühen Morgen von vereinzelten sexuellen Übergriffen auf Frauen.

Die Polizei in Köln sagte am Neujahrsmorgen, neun Frauen hätten angegeben, unsittlich angefasst worden zu sein. Drei Tatverdächtige seien identifiziert worden. Szenen wie in der berüchtigten Kölner Silvesternacht vor zwei Jahren habe es nicht gegeben. So sei es nirgends zu Zusammenrottungen von mehreren Hundert Menschen gekommen. In der Silvesternacht 2015/16 waren in Köln zahlreiche Frauen von Männergruppen sexuell bedrängt und bestohlen worden. Unter den Beschuldigten waren viele Nordafrikaner und Flüchtlinge.

In München sei „gar nichts“ Derartiges gemeldet worden, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Die Erfahrung zeige aber, „dass so etwas oft erst ein, zwei Tage später angezeigt wird“.

Bei der großen Silvesterparty auf der Festmeile am Brandenburger Tor gab es nach Polizeiangaben vom Montagmorgen zehn Fälle von sexueller Belästigung. Sieben Personen seien in Gewahrsam genommen worden. Erstmals gab es auf der Festmeile einen Rückzugsbereich für sexuell belästigte Frauen mit geschulten Helfern des Roten Kreuzes.

Randalierer in Leipzig attackierten Polizisten in der Silvesternacht mit Böllern und Steinen. Über Lautsprecher hätten die Beamten die Angreifer verwarnt, erklärte die Polizei. Da sich diese weiterhin widersetzt hätten, habe man Wasserwerfer eingesetzt. Mehrere Personen wurden wegen schweren Landfriedensbruchs in Gewahrsam genommen.

Am Brandenburger Tor unterhielten Stars wie Oli P. und Conchita die Besucher. Um 0.00 Uhr erleuchtete ein riesiges Feuerwerk den Nachthimmel. Die Berliner Feuerwehr sprach von einer durchschnittlichen Silvesternacht: Bis sechs Uhr am Morgen habe es fast 1600 Einsätze gegeben. Mehr als 1000 davon seien Rettungseinsätze gewesen.

Auch in Köln und Hamburg feierten die Menschen laut Polizei meist friedlich. Rund um die Landungsbrücken und den Jungfernsteig zählte die Feuerwehr in der Hansestadt Zehntausende; auch die Reeperbahn wurde zum Partyzentrum. Auf der Domplatte in Köln herrschte vor einer Konzertbühne der Polizei zufolge eine entspannte Atmosphäre.

Allzu dick anziehen mussten sich die Feiernden in Deutschland draußen nicht: Überall im Land war es relativ mild, der Wärmerekord wurde aber knapp verfehlt. Nach vorläufigen Auswertungen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in Offenbach wurde am Silvester-Nachmittag 2017 im badischen Rheinfelden mit 16,1 Grad am Rekord gekratzt.

Explodierende Böller führten wieder zu etlichen schweren Verletzungen: Eine 14-Jährige erlitt im thüringischen Triptis schwere Augenverletzungen. Ein Feuerwerkskörper wurde in der Silvesternacht von einem Unbekannten in eine Menschengruppe geworfen, in der das Mädchen stand, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Wucht der Explosion habe ihr die Brille „weggesprengt“. Ihr Augenlicht sei gefährdet. Ein Junge wurde an Gesicht und Hand verletzt. Bei dem Sprengkörper soll es sich ersten Ermittlungen zufolge um einen in Deutschland verbotenen sogenannten Polen-Böller handeln, wie der Sprecher sagte. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Im Unfallkrankenhaus Berlin wurden in der Nacht mehrere Menschen nach Unfällen mit Böllern behandelt. In der Silvesternacht seien bis 7 Uhr am Montagmorgen 21 Verletzte gezählt worden, teilte das Krankenhaus via Twitter mit. Das Team der Handchirurgie sei durchgehend in drei Operationssälen beschäftigt gewesen. Mindestens fünf Patienten hätten schwere Amputationsverletzungen erlitten.

Bei einem Feuer im westfälischen Selm wurde in der Silvesternacht eine vierköpfige Familie verletzt. Vermutlich sei eine Silvesterrakete durch das geöffnete Fenster ins Schlafzimmer ihrer Wohnung geflogen und habe den Brand verursacht, teilte die Polizei mit. Die Mutter sei mit den beiden Kindern ins Freie geflohen, während der Vater vergeblich versucht habe, das Feuer selbst zu löschen. Das Haus ist zunächst nicht mehr bewohnbar.

Bei einer Verpuffung beim Silvester-Fondue wurden in der Oberpfalz mehrere Menschen verletzt - zwei von ihnen schwer. Fünf Mitglieder einer Familie und ein Gast saßen am Sonntagabend in einem Mehrfamilienhaus in Weiden zusammen, als es zu der Verpuffung und einer Stichflamme kam. Eine 50-Jährige und ein 22-Jähriger erlitten schwere Verbrennungen und wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken nach München und Nürnberg geflogen, wie die Polizei mitteilte.

Als eines der ersten Babys des neuen Jahres kam der kleine Alvin Karl in Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern zur Welt. Sieben Minuten nach Mitternacht wurde der 3950 Gramm schwere und 54 Zentimeter große Junge geboren, wie Hebamme sagte. Die 36-jährige Mutter und ihr Sohn seien beide gesund und wohlauf.

Schon Stunden vor den Feiern in Deutschland hatte das Jahr 2018 in vielen Teilen der Welt bereits begonnen. Zuerst war es im Pazifik um 11.00 Uhr MEZ so weit, später begrüßte Australien mit einem spektakulären Feuerwerk in Regenbogenfarben in Sydney das neue Jahr.

dpa

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