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16:42 14.03.2018
Richard Meier (2004) in den Schlagzeilen. Quelle: Rolf Haid
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New York

Fünf Frauen werfen dem US-Stararchitekten und Pritzker-Preisträger Richard Meier, der etwa das Getty Center in Los Angeles baute, sexuelle Übergriffe vor.

Der heute 83-Jährige habe sie bei den Vorfällen, die teils Jahrzehnte zurückliegen, begrapscht, sich vor ihnen ausgezogen oder sie ins Bett gezerrt, berichtete die „New York Times“. In einem Vorfall im Jahr 2009 habe Meier eine damals 24-jährige Assistentin in ihrer ersten Arbeitswoche in seine Wohnung eingeladen, ihr Fotos von nackten Frauen gezeigt und sie dann gebeten, sich auszuziehen.

Meier kündigte auf den Bericht hin eine sechsmonatige Auszeit von der Arbeit bei seinem Architekturstudio mit Sitz in New Jersey an. „Ich bin zutiefst beunruhigt und beschämt über die Berichte mehrerer Frauen, die meine Worte und Taten beleidigten. Auch wenn unsere Erinnerungen sich unterscheiden mögen, entschuldige ich mich aufrichtig bei jedem, der von meinem Verhalten gekränkt wurde.“

Neben dem Getty Center in Los Angeles ist Meier für das Kunstmuseum MACBA in Barcelona, das Rathaus in Den Haag und das als Atheneum bekannte Informationszentrum im US-Staat Indiana bekannt. In Frankfurt am Main baute Meier das Museum für Angewandte Kunst. Ende der 60er Jahre gehörte er zur Gruppe der „New York Five“, die in der Tradition von Le Corbusier den funktionalen Stil der europäischen Moderne der 1920er und 1930er Jahre weiterentwickelten.

dpa

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