Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stars Harfouch sieht im Theater feudalistisches System
Nachrichten Panorama Stars Harfouch sieht im Theater feudalistisches System
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:04 10.01.2018
Corinna Harfouch 2017 in Frankfurt am Main bei der Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises in der Alten Oper. Quelle: Frank Rumpenhorst
Anzeige
Zürich

Die Schauspielerin Corinna Harfouch (63) sieht das Theater als „das letzte feudalistische System“. „Wenn man miteinander ins Boot springt und losfährt, zu arbeiten beginnt, gilt noch immer: Meuterei ist Untergang. Der Kapitän ist nicht absetzbar. Und vielleicht ist das sogar richtig“, sagte die Charakterdarstellerin der „Neuen Zürcher Zeitung“.

„Jede Produktion hat sechs Wochen Zeit, und in der Zeit muss der ganze Prozess passieren.“ Der Termindruck sei groß, da könne es keine Umwege geben. „Du musst dem vertrauen, der vorne sitzt.“ Das führe aber eben auch zu „patriarchalen Strukturen“.

Mit Blick auf die #MeToo-Debatte sagte Harfouch: „Es geht um Macht und Machtmissbrauch und vor allem um die Scham der Frauen, darüber zu reden.“ Sie merke nach wie vor auch im Kollegenkreis, „wie man sich weiterhin über die Frauen lustig macht“. „Ich würde mir wünschen, dass wir jenseits von Sensationen und Voyeurismus die Gelegenheit ergreifen, um über unser Zusammenleben zu reden.“

Harfouch zog Parallelen zur Politik: „Die Neoliberalisten haben es dem Theater abgeschaut, wie man sich mit seinem ganzen Sein und Körper einer Sache komplett zu Verfügung stellt. Aber man macht das, weil man die Sehnsucht nach einer Grenzerfahrung hat. Das ist natürlich eine ausnutzbare Hingabe. Aber es muss sich etwas ändern: Die Ausbeutung der Leidenschaft am Theater ist enorm.“

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Hollywoodstar sieht im Rahmen der „#MeToo“-Bewegung, durch die immer mehr Fälle sexueller Belästigung ans Licht kommen, auch Donald Trump in der Kritik.

07.01.2018

Der Präsident von weltweit rund 16 Millionen Mormonen, Thomas S. Monson, ist tot. Wie die „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte, starb Monson am Dienstag im Alter von 90 Jahren in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah.

03.01.2018

US-Glamourgirl Paris Hilton (36) und Schauspieler Chris Zylka (32) sind verlobt. Der aus US-Bundesstaat Ohio stammende Darsteller habe Hilton den Heiratsantrag bei einem Skiurlaub über das Wochenende in Aspen/Colorado gemacht, bestätigte Hiltons Sprecherin am Dienstag.

02.01.2018
Anzeige