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Stars John Young mit 87 Jahren gestorben
Nachrichten Panorama Stars John Young mit 87 Jahren gestorben
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13:52 07.01.2018
John Young auf dem Mond (1972). Quelle: Charles M. Duke Jr./nasa
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Washington

Er war vier Jahrzehnte lang NASA-Astronaut und schlief auf dem Mond - nun ist John Young im Alter von 87 Jahren gestorben. Wie die US-Weltraumbehörde mitteilte, starb er am Freitag in Houston an den Folgen einer Lungenentzündung.

Youngs Raumfahrerleben strotzte vor Superlativen. So war er der erste Mensch, der sechs Raumflüge absolvierte, und er steuerte gleich vier Raumfahrzeuge: Gemini-Raumschiff, Apollo-Raumschiff und -Mondfähre sowie Space Shuttle. Damit nahm er als einziger US-Astronaut an allen drei Weltraumprogrammen der NASA teil.

Als Kommandant von „Apollo 16“ verbrachte Young im April 1972 drei Nächte auf der Mondoberfläche. Er war der neunte von bisher zwölf Menschen, die ihren Fuß auf den Erdtrabanten setzten. „Der Mond ist ein netter Platz“, beschrieb der Astronaut lakonisch seinen Aufenthalt.

Die NASA und die Welt hätten einen der frühen Raumfahrtpioniere verloren, teilte NASA-Verwalter Robert Lightfoot mit. Young war im Jahr 2004 nach 42 Jahren in den Ruhestand gegangen. Schon als Kind hatte er gerne an Flugmodellen herumgebastelt. Jeder könne eine Karriere wie er erreichen, sagte er einmal. „Du musst dich nur richtig reinhängen.“

Der Ausnahmeflieger galt als bescheiden und humorvoll - und stellte das auch in einer legendär gewordenen Posse unter Beweis: Für seinen Raumfahrerkollegen Gus Grissom schmuggelte er 1965 ein Sandwich an Bord eines Gemini-Raumschiffes. Bei der NASA stieß der Gag auf wenig Begeisterung: Die in der Schwerelosigkeit herumfliegenden Krümel könnten die Systeme an Bord lahmlegen, wurde befürchtet.

Ein anderes Mal beschwerte sich Young während des Fluges zum Mond, der ihm verordnete Orangensaft führe bei ihm zu Flatulenzen (wiederholte Pupserei) - eigentlich an ein Crew-Mitglied gerichtet, nur war leider das Mikrofon offen. Young war zweimal verheiratet und hat aus erster Ehe zwei Kinder.

dpa

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