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22:47 27.06.2013
In "Fast & Furious 6" gibt Vin Diesel wieder den Straßenrennfahrer Dominic Toretto. Quelle: Universal / Giles Keyte
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Eigentlich ist es eine Schande, Vin Diesels Filme in der Synchronfassung anzusehen: Die sonore Originalstimme des Action-Stars dürfte so manche Dame in Verzückung bringen - ebenso wie sein durchtrainierter Körper, den Diesel gerne angemessen in Szene setzt. Die jüngste Gelegenheit dazu bot sich dem New Yorker in London, wo sein neuestes PS-Spektakel "Fast & Furious 6" (Deutschland-Start: 23. Mai) Premiere feierte. Für seine Haudrauf-Rollen ist der Familienvater, der auch im bereits angekündigten siebten Teil der "Fast & Furious"-Reihe und im dritten Teil der "Riddick"-Reihe zu sehen sein wird, seinem Publikum bestens bekannt. Die wenigsten hätten vermutlich geahnt, dass Diesels Karriere ausgerechnet im Theater ihren Anfang nahm ...

Bereits als siebenjähriger Knirps hatte der Schauspieler mit italienischen und afroamerikanischen Wurzeln etwas für Adrenalinschübe übrig und brach mit seinem Zwillingsbruder Paul und einigen Freunden in eine Bühne im New Yorker Stadtteil Greenwich Village ein. Das Ergebnis: Der Theaterleiter verpflichtete die Rabauken zur Mitwirkung in einem Stück für Kinder. Klein Vin, der damals noch Mark Sinclair Vincent gerufen wurde, leckte Blut und fand sich weit vor seinem Hollywood-Durchbruch mit Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan" (1998) beim Filmfest in Cannes wieder - mit "Multi-Facial" (1994), einem von Diesel selbst gedrehten und geschriebenen Kurzfilm. Auch für seine schauspielerische Leistung erntete er haufenweise Kritikerlob.

Das war bei seiner Performance in Sidney Lumets Berlinale-Beitrag "Find Me Guilty - Der Mafiaprozess" (2006) nicht anders. Diesel spielte darin einen Mafiaboss, der im Knast landet und die Kritiker mit Überzeugungskraft und Authentizität begeisterte. An den Kinokassen sorgte der Streifen im Gegensatz zu den Action-Krachern des "xXx - Triple X"-Stars allerdings nicht für einen Geldsegen. "Ich kann verstehen, dass man mir nicht die Rolle eines unterdrückten Sensibelchens anbietet", erklärte Diesel im Gespräch mit "GQ". "Aber es ist nicht so, dass ich solche Typen nicht spielen könnte. Als Schauspieler habe ich mich von ganz unten hochgearbeitet. Die Leute, die sich im Filmgeschäft auskennen, wissen das zu schätzen."

So taff der begeisterte Computerspiele-Zocker wirkt, wenn er über seine Arbeit spricht, so sanft reagiert er, wenn die Unterhaltung auf seine inzwischen vierjährige Tochter Hania Riley kommt, die er eigenhändig auf die Welt gebracht hat. "Während ich mich hier mit Ihnen unterhalte, sage ich mir, dass ich zu Hause bin, bevor sie ins Bett geht", berichtete Diesel im Gespräch mit einem neuseeländischen Online-Magazin. "Wir haben dann noch ein wenig Vater-Tochter-Zeit. Sie ist mein größter Fan." Seinem kleinen Engel, wie er Hania gerne nennt, verdankt der Sohn einer Astrologin auch, dass er privat etwas ruhiger geworden ist: "Ich denke definitiv nicht mehr daran, Grenzen zu überschreiten. Die Großspurigkeit nimmt ab. Alles, was ich tue, muss ich mir gut überlegen."

Früher schoss der Muscle-Car-Fan gerne einmal mit 265 Stundenkilometern auf einem Motorrad über eine Rennstrecke. Heute tritt er im Auto bewusst auf die Bremse - nicht nur, weil auf der Rückbank sein Töchterchen sitzt und seine Freundin, das Model Paloma Jimenez, ihn gerne ans Tempolimit erinnert, sondern auch wegen seines Bekanntheitsgrades. "Seit 'Fast & Furious' kann ich mir überhöhte Geschwindigkeit nicht mehr erlauben", bekannte Diesel gegenüber "FR Online". "Jetzt bin ich für jeden Verkehrscop eine beliebte Trophäe. Wer würde nicht gerne den Mann erwischen, der auf der Leinwand einen der größten Raser überhaupt verkörpert?"

Gut vorstellbar, dass der entspannte 46-Jährige bei diesem Satz tief und dröhnend gelacht hat, wie er es bei öffentlichen Auftritten häufig tut: Vin Diesel steht gerne im Scheinwerferlicht und gibt die Rampensau. Genauso gerne nimmt er sich jedoch auch selbst aufs Korn, wenn aller Augen auf ihn gerichtet sind. Bestes Beispiel hierfür ist sein Gastspiel in der Talkshow von Ellen DeGeneres, mit der er sich ein Wettrennen auf Dreirädern lieferte. Der Ex-Türsteher ist also offenbar nicht nur ein cooler Typ, der auf der Leinwand reihenweise Autos klaut. Zum Pferdestehlen scheint er sich ebenfalls hervorragend zu eignen.

Homepage Vin Diesel

Homepage "Fast & Furious 6"

teleschau

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