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"Weil ich Deutschland wirklich liebe"

Howard Donald "Weil ich Deutschland wirklich liebe"

Howard Donald Der Takte That-Star sitzt in der "Got To Dance"-Jury (ab Donnerstag, 20. Juni, 20.15 Uhr, auf ProSieben, ab 21. Juni bei SAT.1)

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Mit Palina Rojinski (links) und Nikeata Thompson sitzt Howard Donald in der Jury der Show "Got to Dance".

Quelle: SAT.1 / ProSieben / Frank Zauritz

Tanzshows ohne Promis taten sich bisher schwer im deutschen Fernsehen. Doch mit "Got to Dance", der neuen Tanzshow von ProSieben und SAT.1, soll nun alles anders werden. In dem Format, das am Donnerstag, 20. Juni, 20.15 Uhr, bei ProSieben startet und ab Freitag, 21. Juni, bei SAT.1. fortgesetzt wird, treten unbekannte Kandidaten mit Dance-Performances gegeneinander an. Prominent besetzt ist jedoch die Jury: Neben Moderatorin Palina Rojinski und Choreografin Nikeata Thompson wird auch ein international gefeierter Popstar die Jury einer deutschen Castingshow zieren: Howard Donald hat mit Take That über 45 Millionen Platten verkauft, singt nicht nur ihren Klassiker "Never Forget", sondern legt bei der einstigen Boyband auch immer noch eine heiße Tanzsohle aufs Parkett. Im Interview berichtet der 45-jährige "Got to Dance"-Juror nun von umjubelten Pirouetten und seinem Deutsch-Crashkurs.

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Welche Acts rocken bei "Got to Dance" die Bühne? Die Juroren (von links) Palina Rojinski, Howard Donald und Nikeata Thompson haben die Qual der Wahl ...

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teleschau: Mr. Donald, Sie sollen Nein gesagt haben, als man Ihnen den Juroren-Job bei der englischen Version von "Got to Dance" anbot. Warum haben Sie diesmal zugesagt?

Howard Donald: Es war einfach der richtige Zeitpunkt! Die anderen Male war ich noch nicht bereit für den Job. Und dass das ganze in Deutschland ist und ich die Sprache lernen muss, hat mich gereizt.

teleschau: In England sind Take That unglaublich populär. Hat Ihnen auch der Gedanke gefallen, dass Sie bei einer deutschen Show nicht ganz so unter Beobachtung stehen?

Donald: Absolut. Es lastet nicht so viel Druck auf meinen Schultern. Wenn ich mich blamiere, kriegt das im besten Falle zu Hause keiner mit. (lacht) Aber ich will natürlich gut sein und mein Bestes geben. Und ich will so viel Deutsch sprechen, wie es mir nur möglich ist, auch wenn ich noch nicht alles in der fremden Sprache sagen kann. Mein Deutsch ist okay, aber nicht großartig. Dafür war die Zeit zu kurz.

teleschau: Was ist das Schlimmste an der deutschen Sprache?

Donald. Sich richtig ausdrücken zu können. Nämlich so präzise, wie ich es im Englischen kann. Gerade hinsichtlich der Kritik an den Tänzern auf der Bühne. Das ist verdammt schwer.

teleschau: Wie meistern Sie die Aufgabe für "Got To Dance" trotzdem?

Donald: Indem ich ein Deutsch lerne, das erst mal nur für die Show taugt. Mein Deutsch ist auf die Sendung zugeschnitten, mein Wortschatz bezieht sich auf Gefühle, Kritik und auf den Tanz. Und zum Glück darf ich auch etwas Englisch sprechen.

telechau: Warum ist es Ihnen überhaupt so wichtig, Deutsch zu beherrschen?

Donald: Ein Grund ist meine Tochter, die in Münster wohnt. Ein anderer ist der, dass ich Deutschland wirklich liebe. Ich liebe die Sprache. Ich verbringe viel Zeit hier, und es wäre nett, sich besser verständigen zu können.

teleschau: Ihr Take-That-Kollege Gary Barlow sitzt in Großbritannien bei "X Factor" in der Jury. Eifern Sie ihm nach?

Donald: Ach, nein. Ich habe mir seine Sendung einige Male angeguckt und war stolz auf ihn. Im zweiten Jahr war er besser als im ersten. Er sagte mir, wie neu es sich für ihn beim ersten Mal angefühlt hat. Ich fühle mich jetzt genauso. Nicht nur wegen der Sprache, sondern der Job als Juror ist an sich schon eine riesige Herausforderung!

teleschau: Ihre Mitjuroren sind die Rhythmische-Sportgymnastik-Meisterin Palina Rojinski und Choreografin Nikeata Thompson. Fühlen Sie sich von so viel Frauenpower nicht überrannt?

Donald: Es ist gut, dass ich zwischen ihnen sitze, dann kann ich sie vom Streiten abhalten (lacht). Ansonsten sind sie ganz reizend. Sie helfen mir, wenn es mit der Sprache mal nicht so flutscht. Und sie beherrschen ihr Handwerk. Palina, die auch Balletterfahrung hat, ist sehr gut auf der Linie. Und Nikeata hat ihre eigene Agentur für Choreografien. Zumindest zwei der Juroren sind also richtig gut! (lacht)

teleschau: Wie sind Sie zum Tanz gekommen?

Donald: Ich fing im Alter von 13 an, Breakdance zu tanzen. Zusammen mit einem Kumpel entwickelten wir eine Body-Popping-Übung und traten überall auf, auch bei Wettkämpfen. Ohne den Tanz wäre ich heute nicht hier.

teleschau: Lernen Sie etwas durch die Show, mal abgesehen von der Sprache?

Donald: Ja, im Live-Fernsehen nicht in der Nase zu popeln! Nein, mal im ernst, Kritik zu üben und Lob zu verteilen, und das alles noch auf Deutsch, ist Lektion genug für mich. Man kann immer lernen und besser werden. Wenn es zu einer zweiten Staffel kommen sollte, werde ich sicher noch besser sein. Noch fühle ich mich wie der Hase im Lichtkegel!

teleschau: Tanzen die Leute in Deutschland eigentlich anders?

Donald: Ich würde sagen, einen anderen Stil haben sie nicht. Ich hatte keine bestimmten Erwartungen, was das betraf. Ich wusste aber todsicher, dass Deutschland viele großartige Breakdancer hat. Denn als der Hype um Breakdance Mitte der 80er-Jahre vorbei war und in England kein Fokus mehr auf dieser Tanzrichtung lag, hat man in Deutschland trotzdem damit weitergemacht. Hier gibt es einige unglaublich gute Breakdance-Crews. Und ich bin mir sicher, dass da auch noch viele gute Tänzer draußen sind, die leider gar nicht erst zur "Got to Dance"-Audition erschienen sind, weil es ihnen zu kommerziell ist, im Fernsehen zu tanzen. Vielleicht kann diese Show das ändern.

teleschau: Warum sollte man überhaupt bei "Got to Dance" mitmachen?

Donald: Es ist eine großartige Möglichkeit, sein Talent einem größeren Publikum zu zeigen! Wenn man Kandidaten sieht, die sich alles im eigenen Schlafzimmer beigebracht haben, die keine ausgebildeten Tänzer sind und sich dann auf diese große Bühne trauen, dann sind das tolle Momente. Es gibt mittlerweile so viele Gesangswettbewerbe, dass es für manch einen langsam öde wird. Tanzen ist viel mehr Teil unserer aller Leben, als es Gesang ist. Denn wir tanzen alle zu Rhythmen, im Club, schon als Kinder. Wir singen aber nicht alle unbedingt.

teleschau: Sind Sie ein harter Juror?

Donald: Ganz ehrlich, am liebsten würde ich allen Teilnehmern allein dafür den goldenen Stern und das Go in die nächste Runde geben, dass sie so mutig sind, vor 500 Leuten, drei Juroren und mit dem Wissen, gefilmt zu werden, auf die Bühne gehen und tanzen. Es braucht viel Courage, das zu tun.

teleschau: Ihre Tochter war bei den Auditions dabei, tanzt sie eigentlich auch?

Donald: Ja, sie besucht eine HipHop-Klasse in Münster.

teleschau: Würden Sie sie gern mal als Teilnehmerin bei "Got to Dance" sehen?

Donald: Nein, das wäre nicht fair. Sie würde von mir sofort einen goldenen Stern bekommen anstatt des roten. Ich würde sie sofort ins Finale schicken! (lacht)

teleschau: Auch bei Take That spielen Tanz und Choreografien immer noch eine wichtige Rolle. Der Jubel ist immer riesig, wenn sie ihre Pirouetten zum Klassiker "Pray" drehen. Haben Sie irgendeine Erklärung dafür, warum die Frauen daran solchen Spaß haben?

Donald: Ich glaube, es amüsiert sie einfach, wenn sich fünf alte Männer auf der Bühne für sie zum Hampelmann machen. (lacht) Aber es zeigt auch, wenn man sich Mühe gibt beim Tanzen, kann es jeder hinkriegen. Vielleicht mögen sie es auch deshalb.

teleschau: Müssen einige Bandmitglieder dennoch hin und wieder motiviert werden, sich auf der Bühne zu bewegen?

Donald: Was "Pray" angeht, wollen wir alle tanzen. Es gehört einfach dazu. Es geht nicht ohne. Und es beglückt die Fans. Bei anderen Stücken müssen ich und Jason (Orange, d. Red.) die anderen schon mal dazu antreiben mitzutanzen. Speziell Gary Barlow. Er kann dem Tanzen nicht wirklich viel Freudiges abgewinnen. Ich verstehe ihn. Er fühlt sich am Schwächsten in der Disziplin, dafür ist er aber der stärkste Sänger der Band. Trotzdem gibt er auch dem Tanz immer wieder eine Chance.

teleschau: Es gab auf der "Progress"-Tour auch einen Dance-Battle zwischen Ihnen und Jason Orange. Choreografieren Sie so etwas selbst?

Donald: Wir haben einiges davon selbst entwickelt, aber wir hatten auch Hilfe von den Tänzern der Show. Es ist immer alles Teamwork.

teleschau: Wann kommen Take That eigentlich wieder zusammen?

Donald: Wir würden im nächsten Jahr gerne ein neues Album aufnehmen. Ob Robbie auch dabei sein wird, ist noch nicht ganz sicher.

teleschau: Haben Sie derzeit viel Kontakt untereinander?

Donald: Nicht ständig. Aber wir sprechen uns ab und zu.

 

Homepage des englischen "Got To Dance"-Originals

Homepage "Got To Dance"

Homepage Take That

Homepage Howard Donald

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