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Panorama Jochen Schropp spricht erstmals über seine Homosexualität
Nachrichten Panorama Jochen Schropp spricht erstmals über seine Homosexualität
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13:15 13.06.2018
Der Moderator Jochen Schropp nach der Aufzeichnung der WDR-Talkshow "Kölner Sommer Treff" Quelle: dpa
Hamburg

Erstmals hat Moderator und Schauspieler Jochen Schropp öffentlich über seine Homosexualität gesprochen. Er habe Angst vor diesem Schritt gehabt, sagte Schropp in einem Interview mit dem Stern. „Das erste Mal wollte ich mich vor vier Jahren outen, habe dann aber kalte Füße bekommen“, sagte der 39-Jährige.

„Einer der Gründe war, dass mir meine damalige Schauspielagentur davon abgeraten hat. Mir wurde gesagt: Mach das lieber nicht, es wird dir schaden.“ Die Rollenangebote, die er bisher bekommen hatte, würden ihm nach seinem Outing wahrscheinlich nicht mehr angeboten: „Ich bin halt kein Charakterdarsteller, sondern eher auf den Schwiegersohn oder den Herzensbrecher abonniert.“ Dass diese Rollen mit einem schwulen Schauspieler besetzt werden, sei für viele Zuschauer nicht tragbar, fürchtet Schropp.

Ausgrenzung in der Jugendzeit

Schropp spricht darüber, wie er in seiner Kindheit und Jugend ausgegrenzt und gemobbt wurde - und dass es ihm schwer fiel, sich selbst zu akzeptieren. „Diese Scham, anders und nicht genug zu sein, begleitet mich bis heute.“

Nun möchte sich der Moderator und Schauspieler nicht mehr verstecken. „Ich bin mittlerweile mit mir selbst im Reinen und weiß, wer ich bin.“ Wichtiger als sein persönliches Outing sei ihm aber, was sein Schritt auch für andere Menschen bedeuten könne. „Wir kommen bei dem Thema nur weiter, wenn Leute den Mund aufmachen. Und jetzt bin ich es eben.“ Er wolle „anderen Männern und Frauen, die homosexuell oder transgender sind, Mut machen, zu sich zu stehen“.

Schropp wurde bekannt durch seine Rolle in der ARD-Vorabendserie „Sternenfänger“, wo er neben Nora Tschirner spielte. Er wirkte im „Polizeiruf 110“ sowie in mehreren Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen für das ZDF mit und moderierte unter anderem TV-Shows wie „Promi Big Brother“ und „X Factor“.

Von RND/ots

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