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Panorama „Unsere Dame der Tränen“ – So emotional titeln Zeitungen über den Brand von Notre-Dame
Nachrichten Panorama „Unsere Dame der Tränen“ – So emotional titeln Zeitungen über den Brand von Notre-Dame
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09:18 16.04.2019
Die Kathedrale geriet am Montagabend in Brand. Quelle: Julien Mattia/Le Pictorium Agenc
Paris

In der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris ist am Montag ein verheerendes Feuer ausgebrochen. Über Stunden schlugen am Abend Flammen lichterloh aus dem Dachstuhl des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt, über dem monumentalen Sakralbau war eine riesige Rauchsäule zu sehen. Für Frankreich und seine Hauptstadt ein höchst emotionales und dramatisches Ereignis, dementsprechend emotional berichten auch die französischen Medien auf ihren Titelseiten am Dienstag.

Le Parisien“ schreibt zum Beispiel „Notre-Dame des Larmes“ – zu Deutsch: „Unsere Damen der Tränen“. Der „Figaro“ titelt mit „Le désastre“ – „Das Desaster“. „Das Herz in Asche“, titelte die katholische Tageszeitung „La Croix“ am Dienstag. „Les Echos“ schrieb von „Der Tragödie von Paris“, „Libération“ fügte Notre-Dame einen Buchstaben hinzu: „Unser Drama“.

Aber auch Zeitungen im Ausland nehmen den Brand in Paris auf Seite Eins. So schreibt zum Beispiel der britische „The Guardian“: „Inferno devastates Notre-Dame“ – „Inferno verwüstet Notre-Dame“.

Pressestimmen aus dem Ausland zum Brand von Notre-Dame

Die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ kommentiert den Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame:

„Notre-Dame ist nicht nur ein Symbol der Christenheit und der französischen Geschichte. Sie ist kein isoliertes Gebäude, keine einfache Touristenattraktion (...). Die Kathedrale ist Teil der Stadt (...). Die Zeitung „Le Parisien“ erzählt ihre Geschichten als wäre sie ein Lebewesen und nennt sie oft „die kranke alte Frau“. Wegen ihrer unzähligen Beschwerden, der baufälligen Wasserspeier, von denen im September einer sogar herunterfiel, weshalb die Straße unten abgesperrt werden musste. Doch immer auf liebevolle Weise, als wäre sie ein lieber, übel zugerichteter Verwandter.“

Zum verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame meint der Londoner „Guardian“ am Dienstag:

„Notre-Dame wird wieder auferstehen. Paris wird dies überleben, wie es schon so vieles andere überlebt hat. Und Frankreich wird zusammenrücken. Doch die traumatischen Folgen dessen, was der französischen Lebensweise in der Osterwoche 2019 in Paris angetan wurde, können nicht einfach so abgetan werden. Dem Selbstvertrauen einer Stadt, einer Nation, einer Kultur, eines ganzen Kontinents wurde ein Schlag versetzt. Die Kathedrale wird zu gegebener Zeit wieder auferstehen. Dieser schreckliche Brand ist kein Ereignis, das bagatellisiert oder banalisiert werden sollte. Wie dumm es doch in einem Moment wie diesem erscheint, so zu tun, als wären wir nicht alle Europäer. In Frankreichs Stunde des Kummers stehen wir an seiner Seite. Und wir werden uns niemals abwenden.“

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Die belgische Zeitung „De Standaard“ thematisiert, wie es nach dem verheerenden Brand weitergehen wird:

„Wenn die Flammen gelöscht sind, wird es eine Untersuchung geben, um alle offenen Fragen zu beantworten. Wie konnte das passieren? Wer war unvorsichtig? War es ein einfacher Kurzschluss? Gab es keine Sprinkleranlagen? Warum ist die Feuerwehr nicht schneller zur Stelle gewesen? Gab es genügend Feuerlöschsysteme, um mit einem Brand dieser Größenordnung fertig zu werden? Vielleicht gibt es zufriedenstellende Antworten, vielleicht aber auch nicht. Wir werden dann nach den Namen derjenigen suchen, die möglicherweise geschlampt haben. Den sprichwörtlichen Sündenböcken. Vielleicht werden Entlassungen folgen, Geldbußen, Strafen. Vielleicht aber auch nicht.“

Von RND

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