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Panorama Vorwürfe der Tierquälerei: Schlachthof in Bad Iburg wird aufgelöst
Nachrichten Panorama Vorwürfe der Tierquälerei: Schlachthof in Bad Iburg wird aufgelöst
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12:02 26.10.2018
Aufnahmen der Soko Tierschutz aus dem Schlachthof in Bad Iburg. Quelle: Soko Tierschutz
Hannover

Nach Vorwürfen der Tierquälerei gegen einen Schlachthof in Bad Iburg wird das Unternehmen liquidiert. Sein Mandant werde die Schlachtfirma mit sofortiger Wirkung auflösen und die Gesellschaften abwickeln, sagte Jürgen Restemeier, der Anwalt des Betriebsgeschäftsführers am Freitag. Zuvor hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ darüber berichtet.

„Auch der Eigentümer des Gebäudes wird den Schlachtbetrieb nicht wieder aufnehmen oder das Gebäude als Schlachtbetrieb verpachten“, betonte Restemeier.

Beim Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) läuft in dem Fall noch ein Anhörungsverfahren. Die Frist ende am 1. November, sagte Sprecherin Hiltrud Schrandt. Bis dahin habe auch das betroffene Unternehmen Gelegenheit für eine Stellungnahme. In dem Verfahren geht es um die Überprüfung der EU-Zulassung. Auch dem Laves habe man die beschlossene Auflösung der Firma mitgeteilt, erklärte Restemeier.

Der Schlachthof war vom Landkreis Osnabrück stillgelegt worden, nachdem Tierschützer heimlich aufgenommene Videofilme veröffentlicht hatten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mitarbeiter des Schlachtbetriebs wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Tierrechtsorganisation „Soko Tierschutz“ wirft der Firma vor, dass Tiere mit einer Art Seilwinde vom Transporter gezerrt, mit Elektroschockern gequält und geprügelt worden sein sollen.

Von RND/dpa