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Panorama Wassermassen überfluten Dörfer in Rheinland-Pfalz
Nachrichten Panorama Wassermassen überfluten Dörfer in Rheinland-Pfalz
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12:07 28.05.2018
Fischbach in Rheinland-Pfalz: Nach heftigen Regenfällen sind Straßen nach Polizeiangaben teilweise meterhoch überflutet. In der Region wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Quelle: dpa
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Waldkappel

Zerstörte Autos, beschädigte Gebäude sowie überschwemmte Keller und Straßen - gewaltige Regenfälle haben am Sonntagabend im Südwesten von Rheinland-Pfalz großen Schaden angerichtet. Im Kreis Birkenfeld waren laut Polizei fast 600 Helfer von Feuerwehr, Deutschen Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk im Einsatz. Die Aufräumarbeiten dauerten am Montag noch an.

Mindestens 50 Fahrzeuge wurden im Kreis Birkenfeld durch die Wassermassen beschädigt, wie die Kreisverwaltung mitteilte. Etliche Fahrzeuge seien durch einen rasant angestiegenen Bach ineinander geschoben worden. Über 360 Gebäude seien in insgesamt vier Gemeinden überflutet worden. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Hilfsorganisationen waren mit dem Auspumpen von Kellern und der Evakuierung hilfsbedürftiger Personen beschäftigt.

150 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von drei Stunden

Eine Wettermessstation in der Region registrierte dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge fast 150 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von drei Stunden. Örtlich könnten es sogar in der Spitze um die 160 Liter gewesen sein, schätzte ein Meteorologe. „Das ist mehr als der übliche Monatsniederschlag.“

Gewitter und Starkregen haben in Teilen von Rheinland-Pfalz für Überschwemmungen gesorgt. Besonders schlimm traf es den Südwesten: In den Gemeinden Herrstein und Fischbach im Landkreis Birkenfeld lösten die Behörden Katastrophenalarm aus.

Im Kreis Birkenfeld traf das Unwetter besonders heftig die Orte Fischbach und Herrstein. In den Gemeinden seien in mehreren Häusern Räume einsturzgefährdet, teilte die Polizei mit. Außerdem brach die Stromversorgung in beiden Orten zusammen. Sie wurden am Montag noch per Notstrom versorgt. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

In Herrstein gab es Schäden in zwei Firmen. Durch den Ort war laut Kreisverwaltung eine 1,60 Meter hohe Flutwelle geschwappt. In Fischbach wurden zwei Brücken schwer beschädigt - eine davon musste gesperrt werden. Außerdem fluteten die Wassermassen einen Großteil der Hauptstraße. Die Landstraße 160 wurde zwischen Fischbach und Herrstein gesperrt. Die Aufräumarbeiten waren in beiden Orten am Montagvormittag noch in vollem Gange. „Das wird auch noch länger dauern“, sagte der Sprecher.

Hagel drückte sich durch die Fenster

In Nordhessen berichtete die Feuerwehr von Schlamm- und Hagellawinen. In mehreren Häusern habe sich der Hagel durch Türen und Fenstern gedrückt. „Die Keller standen voll damit“, sagte Stadtbrandinspektor von Waldkappel, Carsten Degenhardt, der Deutschen Presse-Agentur. Mit schwerem Geräte waren Einsatzkräfte bis in die Nacht hinein damit beschäftigt, Schlamm und Geröll von den Straßen zu räumen.

Im Ortsteil Waldkappel-Hetzerode wurde ein Auto von einer Schlammlawine eingeschlossen. Die beiden Frauen in dem Wagen hätten sich retten können, berichtete Degenhardt. Der Schlamm habe bis zu den Scheiben gestanden. Zudem sei eine Bank gegen die Windschutzscheibe gedrückt worden, die dabei kaputt ging. In dem Ort liefen viele Keller mit Wasser voll, Straßen wurden überspült. Verletzt wurde niemand.

Von dpa/RND

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