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Panorama Erst „Eberhard“, jetzt „Franz“: Das nächste Sturmtief steuert auf Deutschland zu
Nachrichten Panorama Erst „Eberhard“, jetzt „Franz“: Das nächste Sturmtief steuert auf Deutschland zu
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17:24 13.03.2019
Der Putz eines vielstöckigen Mehrfamilienhauses in Hagen liegt vor dem Eingang, während ein Absperrband der Feuerwehr im Wind flattert. Sturmtief "Eberhard" hatte bundesweit für Schäden gesorgt. Quelle: Bernd Thissen/dpa
Offenbach

Das Wetter gibt in Deutschland keine Ruhe. „Weitere Sturmtiefs werden in dieser Woche erwartet“, sagte Meteorologe Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag. Nach „Dragi“ am Samstag und „Eberhard“ am Sonntag greifen voraussichtlich am Dienstag „die Ausläufer von Sturmtief „Franz“ auf Deutschland über. Bis zum Wochenende werde es „windig bis stürmisch bleiben, teils mit Regen“, sagte der Meteorologe. „Das unbeständige Wetter setzt sich fort.“

Sturm „Eberhard“ fegte am Sonntag mit Böen bis Windstärke 11 und 12 erst über NRW und Teile von Niedersachsen hinweg, bevor er am Abend Thüringen und Sachsen erreichte. In Bestwig im Sauerland kam ein 47 Jahre alter Autofahrer ums Leben, als ein entwurzelter Baum auf sein fahrendes Auto fiel. In der Nacht zu Sonntag starb im Krankenhaus eine 48-jährige Autofahrerin, die im brandenburgischen Schraden bei Cottbus in einer Böe am Samstag die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren hatte.

Mit Orkanböen bis Windstärke 12 ist Sturmtief „Eberhard“ am Sonntag über den Westen und die Südhälfte Deutschlands gezogen. Ein Autofahrer starb im Sauerland, als ein entwurzelter Baum während der Fahrt auf sein Auto fiel. Etliche Reisende kamen nicht ans Ziel.

Dorf in Thüringen von Außenwelt abgeschnitten

Einsatzkräfte kämpften bundesweit bei Tausenden von Einsätzen mit umgestürzten Bäumen und abgedeckten Hausdächern, allein in NRW waren laut Landesinnenministerium mehr als 20 000 Feuerwehrleute im Einsatz. In Thüringen wurde das Dorf Mönchsberg durch quer liegende Bäume vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Am Montagnachmittag war es wieder erreichbar. Auch in Bayern und Baden-Württemberg kam es zu mehreren Hundert Einsätzen wegen des Sturms, während die nördlichen Bundesländer weitestgehend von „Eberhard“ verschont blieben.

Nach den heftigen Sturmschäden, die den Bahnverkehr am Sonntag in Nordrhein-Westfalen komplett zum Erliegen brachten, war am Montagnachmittag noch die Strecke zwischen Wuppertal und Solingen gesperrt. „Da räumen wir noch auf“, sagte ein Bahnsprecher. ICE-Züge wurden über Düsseldorf umgeleitet. Auf der Schnellfahrtstrecke Frankfurt-Köln fielen laut Bahn einzelne Züge aus. Auch auf der Strecke Rosenheim-Kufstein gab es wetterbedingte Einschränkungen.

Auch der Kölner Dom hat Schäden erlitten

Auf dem Dach des Kölner Doms löste sich durch den Sturm eine Verankerung. Zur Sicherheit blieb die darunter liegende Domschatzkammer am Montag geschlossen, wie die Dombauhütte mitteilte. Der davor liegende Bereich auf der Domplatte wurde abgesperrt. Kleine lose Steinfragmente seien von der Kathedrale heruntergeweht worden.

Während „Eberhard“ wütete, entkamen drei Luchse aus ihrem Gehege in einem Wildpark in Nordhessen. Ein Baum sei umgestürzt und habe den Zaun an einer Stelle komplett niedergedrückt, sagte ein Sprecher des Schwalm-Eder-Kreises. Ein Tier sei durch Futter wieder angelockt worden. Der Verbleib der anderen Luchse war zuerst unklar.

Von RND/dpa