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Politik Ehemaliger US-General Schwarzkopf gestorben
Nachrichten Politik Ehemaliger US-General Schwarzkopf gestorben
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21:45 28.12.2012
George W. Bush Senior (L) und General Norman Schwarzkopf (R). 1991 führte Schwarzkopf die «Operation Wüstensturm» gegen den Irak an. Jetzt starb Norman Schwarzkopf. Foto Ricardo Munoz
Washington

Der Golfstaat war Monate zuvor von irakischen Truppen auf Befehl des damaligen Diktators Saddam Hussein besetzt worden. Der deutschstämmige Schwarzkopf starb in Tampa in Florida, wie US-Medien am Freitag berichteten. US-Verteidigungsminister Leon Panetta würdigte Schwarzkopf als brillanten Strategen. Er werde als einer der großen militärischen Giganten des 20. Jahrhunderts im Gedächtnis bleiben.

Ex-Präsident George W. Bush Senior, der während des ersten US-Golfkrieges Präsident war, ließ den Toten in einer Erklärung als „einen der großen Militärführer seiner Generation“ würdigen. Bush befindet sich derzeit im Krankenhaus in Houston in Texas.

Colin Powell, der US-Generalstabschef während der „Operation Wüstensturm“ zur Befreiung Kuwaits, nannte Schwarzkopf „einen großen Patrioten und einen großen Soldaten“. Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain würdigte Schwarzkopf als „einen der größten amerikanischen Helden“.

Bei der „Operation Wüstensturm“ führte Schwarzkopf das Kommando über annähernd 533 000 amerikanische Soldaten. Insgesamt nahmen damals 700 000 Soldaten an dem rund sechswöchigen Krieg teil, darunter auch Soldaten arabischer Staaten.

Schwarzkopf, der einen deutschen Großvater hatte, verfolgte damals das militärische Konzept, mit großer Überlegenheit gegen den Irak anzutreten. Zunächst wurden die gegnerischen Truppen mit einem wochenlangen Luftkrieg zermürbt. Schwarzkopf war auch maßgeblich an den Verhandlungen mit Saudi-Arabien beteiligt und erreichte, dass das streng-konservative Königreich damals die Stationierung von US-Soldaten erlaubte.

Der über 1,90 Meter große Mann besuchte zunächst die berühmte Militärakademie West Point und diente im Vietnamkrieg. Er erweckte häufig den Eindruck eines forschen und zupackenden Soldaten, gelegentlich aber auch eines eher hemdsärmeligen Haudegens.

Schwarzkopf absolvierte im Vietnam-Krieg zwei Einsätze und wurde mehrfach mit dem Tapferkeitsorden „Purple Heart“ ausgezeichnet. Später sprach er auch offen über die US-Niederlage in Vietnam. „Vietnam hat eine Menge Narben hinterlassen“, meinte er einmal in einem Interview. Später war Schwarzkopf Kommandeur beim U.S. Central Command.

dpa

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