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Albig: Flüchtlinge in Vereine und Feuerwehren aufnehmen

Süderbrarup Albig: Flüchtlinge in Vereine und Feuerwehren aufnehmen

Rund 35 000 Flüchtlinge hat Schleswig-Holstein voriges Jahr aufgenommen. Jetzt geht es um deren Integration. Ministerpräsident Albig erklärt zum Start seiner Sommerreise in Süderbrarup, wie er sich das vorstellt.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sitzt am 01.08.2016 bei einem politischen Frühschoppen in Süderbrarup (Schleswig-Holstein). Albig beginnt hier seine Sommereise, die ihn bis zum 05.08.2016 durch verschiedene Stationen im Land führen wird.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Süderbrarup. Flüchtlinge ohne deutsche Sprachkenntnisse können nach Ansicht von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) nicht erfolgreich integriert werden. Die Fehler der Vergangenheit dürften sich nicht wiederholen, sagte der schleswig-holsteinische Regierungschef am Montag zum Auftakt seiner Sommerreise bei einem kommunalpolitische Frühschoppen in Süderbrarup (Kreis Schleswig-Flensburg).

Parallelgesellschaften, in denen auch die zweite oder dritte Generation kaum Deutsch spreche, dürften sich nicht nochmals bilden können, mahnte Albig. Für die Integration sei das Erlernen der deutschen Sprache ein Muss. Albig warb dafür, Flüchtlinge in Vereine und auch in den Freiwilligen Feuerwehren aufzunehmen. Dies fördere das Verständnis füreinander.

Gerade bei den Freiwilligen Feuerwehren im Land liege ein großes Potenzial zur Integration: „Wenn du ein Ehrenabzeichen machst, wenn du mit deiner Gruppe eine Prüfung machst in der Jugendfeuerwehr, dann lernst du etwas über Werte unserer Gesellschaft, dann lernst du, wie dieses Deutschland funktioniert“, sagte Albig. Die Schleswig-Holsteiner erwarteten und forderten, seien aber auch in der Lage, etwas zu geben. Er sei sicher, „wir machen aus dieser Entwicklung wieder etwas Gutes“.

Albig erinnerte daran, „was wir geleistet haben im letzt Jahr, von der kleinsten Kommunalverwaltung bis zum viel gescholtenen Bundesamt für Migration“. Dies habe keine andere Volkswirtschaft in Europa und darüber hinaus geschafft. Jetzt gehe es darum, die rund 35 000 Menschen, die im vergangenen Jahr nach Schleswig-Holstein kamen, zu integrieren.

Am Dienstag wird Albig auf seiner Sommerreise an einem Willkommensempfang für Flüchtlinge in Ellerhoop (Kreis Pinneberg) teilnehmen. Bis Freitag will der Regierungschef verschiedene Regionen des Landes besuchen und mit Bürgern und Offiziellen ins Gespräch kommen.

Am Montagmittag bummelte Albig noch gemeinsam mit dem Oppositionsführer im Landtag, Daniel Günther, sowie diversen Kommunalpolitikern über den Brarupmarkt - inklusive Riesenradfahrt. Am Nachmittag standen die Besichtigung des Dorfentwicklungsprojekts „Mühle der Begegnung“ in Großsolt (Kreis Schleswig-Flensburg) sowie ein Termin in einem Unternehmen in Enge-Sande (Nordfriesland), das Sicherheits- und Höhenrettungstrainings für On- und Offshore-Windkraftanlagen anbietet, auf dem Programm.

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