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Politik im Norden Eckpunkte des künftigen Schulgesetzes in Schleswig-Holstein
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18:34 11.09.2013
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Kiel

- Zweigliedriges Schulsystem: Nach der Grundschule können Schüler nur noch zwischen Gemeinschaftsschulen und Gymnasien wählen. Die landesweit bisherigen 42 Regionalschulen werden bis zum 1. August 2014 zum Großteil in Gemeinschaftsschulen umgewandelt sein. 12 der 42 Schulen erreichen die Mindestzahl von 240 Schülern nicht und werden geschlossen, 5 weitere Regionalschulen sind gefährdet.

- Neue Schulabschlüsse: Der Hauptschulabschluss und die Mittlere Reife (Realschulabschluss) werden abgeschafft. Stattdessen wird an Gemeinschaftsschulen nach neun Jahren die „Berufsbildungsreife“ erreicht, nach zehn Jahren der „Mittlere Abschluss“ und das Abitur nach 13 Jahren - also neun Jahre nach der Grundschule.

- Gymnasien: Das Abitur wird in der Regel nach acht Jahren (G8) erworben. Bestandsschutz erhalten die landesweit elf Gymnasien mit neunjährigem Bildungsgang und die vier Gymnasien, die G8 und G9 (sogenanntes Y-Modell) anbieten.

- Kooperationen von Gemeinschaftsschulen und Gymnasien: Gemeinschaftsschulen ohne eigene Oberstufe können mit Gymnasien, Beruflichen Gymnasien oder Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe eine Kooperation vereinbaren. Schüler kennen dann schon frühzeitig ihre jeweilige künftige Oberstufe.

- Statt Klassen sogenannte Binnendifferenzierung an Gemeinschaftsschulen: Es soll keine abschlussbezogenen Klassenverbände mehr geben. (Ausnahme: Langsamer lernende Schüler können den Stoff der letzten beiden Schuljahre für den Hauptschulabschluss in drei Jahren im Klassenverband(„Flexi-Klassen“) machen.). Der Unterricht an Gemeinschaftsschulen findet in „binnendifferenzierender“ Form statt. Ab Jahrgangsstufe 7 sind Lerngruppen in einzelnen Fächern - etwa Mathematik, Deutsch oder Englisch - nach Leistungsfähigkeit möglich.

- Einige Gymnasien und Gemeinschaftsschulen unter einem Dach: Bisher sind landesweit sechs Gymnasien und Regionalschulen organisatorisch verbunden - was sich bewährt hat laut Ministerium. Auch nach der Umwandlung der Regionalschulen in Gemeinschaftsschulen sollen deshalb diese mit den Gymnasien weiterhin unter einem Dach organisatorisch verbunden sein.

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