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Geerdts: Norden auf möglichen Flüchtlingsstrom vorbereitet

Kiel Geerdts: Norden auf möglichen Flüchtlingsstrom vorbereitet

Land und Kommunen in Schleswig-Holstein sind nach Ansicht von Innen-Staatssekretär Torsten Geerdts (CDU) für den Fall eines erneuten Anstiegs der Flüchtlingszahlen gut vorbereitet.

Torsten Geerdts (CDU).

Quelle: Carsten Rehder/archiv

Kiel. Land und Kommunen in Schleswig-Holstein sind nach Ansicht von Innen-Staatssekretär Torsten Geerdts (CDU) für den Fall eines erneuten Anstiegs der Flüchtlingszahlen gut vorbereitet. „Wir haben nicht nur freie Kapazitäten in den bestehenden Unterkünften“, sagte Geerdts der Deutschen Presse-Agentur. „Darüber hinaus gibt es auch zusätzliche Reserven.“

Laut Ministerium gibt es in den Landesunterkünften aktuell insgesamt 6290 Plätze. Davon sind derzeit 1270 belegt. Mehr als 5000 zusätzliche Plätze seien kurzfristig verfügbar. „Nach der Flüchtlingskrise 2015 haben wir sowohl unsere Strukturen als auch die Zusammenarbeit zwischen Land, Kommunen und dem Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fortentwickelt“, sagte Geerdts. „Alle Systeme sind noch im Stand-By-Modus und können bei Bedarf hochgefahren werden.“

Der CDU-Politiker glaubt, dass es im Norden weitere eine große Hilfsbereitschaft gibt. „Natürlich sind viele Flüchtlingshelfer mittlerweile erschöpft. Ich bin aber sicher, dass die Schleswig-Holsteiner Menschen in Not niemals allein lassen würden“, sagte er. Die Bereitschaft zu helfen sei „nach wie vor enorm“.

Im laufenden Jahr kamen bislang nach Ministeriumsangaben etwa 380 Flüchtlinge pro Monat in den Norden. Insgesamt werden etwa 5000 Flüchtlinge erwartet. Für 2018 könne angesichts der unsicheren Entwicklung keine Prognose abgeben werden.

dpa/lno

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