Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 16 ° Sprühregen

Navigation:
Grenzkontrollen vor G20-Gipfel: Ulbig lobt Schleierfahndung

Dresden Grenzkontrollen vor G20-Gipfel: Ulbig lobt Schleierfahndung

Angesichts der vorübergenenden Wiedereinführung von Grenzkontrollen vor dem G20-Gipfel in Hamburg hat Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) die Bedeutung der Schleierfahndung betont.

Bundespolizisten kontrollieren einen Reisebus.

Quelle: Matthias Hiekel/archiv

Dresden. Angesichts der vorübergenenden Wiedereinführung von Grenzkontrollen vor dem G20-Gipfel in Hamburg hat Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) die Bedeutung der Schleierfahndung betont. Sachsen sei mit seinen 577 Kilometern Außengrenze ganz maßgeblich von den Grenzkontrollen betroffen, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz am Samstag in Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Die sächsische Polizei unterstütze die Beamten des Bundes entlang der Grenzen zu Tschechien und Polen und werde auch über den bis zum 11. Juli begrenzten G20-Einsatz hinaus verdachtsunabhängige Kontrollen im grenznahen Raum durchführen.

„Das sind besonders wirksame Mittel, um Straftäter und potenzielle Gefährder noch frühzeitiger zu identifizieren“, sagte Ulbig. Allein in Sachsen seien damit im vergangenen Jahr über 500 Fahndungstreffer bei Personen erzielt und rund 2000 Straftaten aufgedeckt worden. Bei der Innenministerkonferenz Anfang der Woche in Dresden hatten sich die Länder nicht auf eine bundesweite Regelung zur Schleierfahndung verständigen können.

Die Bundespolizei richtete am Samstag im Vorfeld des G20-Gipfels zunächst auf der A4 im Grenzgebiet zu Polen Kontrollen ein. Anfang der Woche soll die A17 an der Grenze zu Tschechien folgen. Außerdem soll der Bahnverkehr zwischen Dresden und Prag verstärkt überwacht werden. Die Schleierfahndung macht verdachtsunabhängige Kontrollen in einem 30-Kilometer-Gürtel hinter den Außengrenzen möglich.

dpa/sn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik im Norden