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Kinder und Jugendliche werden besonders häufig Opfer von Gewalt

Hannover Kinder und Jugendliche werden besonders häufig Opfer von Gewalt

Kinderschutzbund und Polizei schlagen Alarm: Kinder und Jugendliche sind in Deutschland von Gewaltdelikten überdurchschnittlich hoch betroffen.

Hannover. Nach der jüngsten Polizeistatistik wurden im Jahr 2015 wöchentlich 61 Jugendliche Opfer von Sexualdelikten. In jeder Woche wurde 2015 zudem rein rechnerisch ein Kind Opfer eines vollendeten oder versuchten Tötungsdeliktes, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet.

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, sprach gegenüber dem RND von einem „Teufelskreis der Gewalt“, der insbesondere die sozial Schwächsten und die Gemeinden mit den größten sozialen Problemen beträfe. „Die ärmsten Städte mit den wenigsten Steuereinnahmen und den höchsten Sozialausgaben haben die meisten Krisenfamilien. Sie haben aber zugleich die geringsten Personalkapazitäten für Sozialarbeit.“ Hilgers forderte  eine Gemeindefinanzreform, die die besonderen Problemgebiete, beispielsweise im Ruhrgebiet aber auch in vielen Bereichen Ostdeutschlands, aus dem Teufelskreis der Probleme und Opfer befreit.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, sagte: „Kinder brauchen ein wachsames Umfeld, um wirkungsvoller vor Straftaten geschützt zu werden. Dazu gehören vor allem Kinderärzte, Kitas und Schulen.“ Die Polizei greife in der Regel erst ein, wenn eine Straftat geschehen sei.

Die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche soll Thema des internationalen Kindertags an diesem Mittwoch sein.

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