Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Norden Landtagswahl: CDU wirbt mit Slogan „Anpacken statt rumschnacken“
Nachrichten Politik Politik im Norden Landtagswahl: CDU wirbt mit Slogan „Anpacken statt rumschnacken“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:54 23.03.2017
Daniel Günther (CDU), Landesvorsitzender und CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl, stellt am 23.03.2017 in Kiel (Schleswig-Holstein) vor Wahlplakaten die Kampagne der CDU zur Landtagswahl vor. Quelle: Markus Scholz/dpa
Anzeige
Kiel

Mit dem Versprechen „Anpacken statt rumschnacken“ will die CDU die Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 7. Mai gewinnen. Bei der Präsentation der CDU-Wahlkampf-Kampagne am Donnerstag in Kiel hielt CDU Spitzenkandidat Daniel Günther Ministerpräsident Torsten Albig einen „pastoralen Stil“ vor. Der SPD-Politiker rede viel, handle aber wenig. Er, Günther, wolle es umgekehrt handhaben. Inhaltlich setzt die CDU auf die Themen Bildung, innere Sicherheit und Investitionen in den Straßenbau. Für den Wahlkampf hat die CDU eine Million Euro eingeplant. Der Spendenzufluss sei seit einigen Monaten sehr hoch, sagte Günther.

Im Wahlkampf sollen 52 500 Plakate für die CDU werben. Dazu gehören 500 Großplakate, die Günther zeigen, „um meinen Bekanntheitsgrad noch mehr zu erhöhen“, sagte Günther selbstironisch. Bisher kennen ihn viele im Land nicht. Einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Umfrage zufolge würden bei einer Direktwahl um den Posten des Regierungschefs 50 Prozent Albig und lediglich 21 Günther wählen.

Auf den Plakaten zu den Kernthemen steht „Mehr Zeit für Bildung. Zeit für G 9“, „Stillstand beenden. Straßen bauen“ und „Polizei stärken“. Weitere Plakat- Slogans sind „„Breitband statt Stillstand“, „Wirtschaft macht man nicht von links“ und „Kein Kind ohne Mahlzeit“. Mit dem letzten Motto verspricht die CDU im Falle eines Wahlsieges, jedes Kind in einer Kita bekomme eine Mahlzeit.

Speziell in Windkraft-Regionen plakatiert die CDU „Windkraft mit Augenmaß“. Wo die Zusammenlegung von Gemeinden droht, will die CDU dies verhindern und wirbt mit dem Plakatmotto „Gemeinden erhalten. Heimat behalten.“ Die Landesregierung wolle nach dänischem Modell keine Gemeinden mehr mit weniger als 10 000 Einwohnern, „wir werden uns als Bollwerk dem entgegenstellen“, sagte Günther.

Der CDU-Kandidat will von den sozialen Netzworken vor allem Facebook für den Wahlkampf nutzen. Zu Twitter dagegen habe er keine Neigung. Auch wenn Donald Trump mit Hilfe seiner Twitter-Äußerungen gewonnen habe, habe er, Günther, den Ehrgeiz, auf normale Weise zu gewinnen.

Die CDU plant 50 000 Hausbesuche, um für die Partei zu werben, aber auch, um zu erfahren, was die Menschen bewegt. Außerdem wurden an 10 000 Menschen Einladungen verschickt für die Veranstaltungsreihe „Daniel Günther direkt“. Angesprochen würden nicht CDU-Anhänger, sondern Menschen aus allen Gesellschaftsschichten.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die vier Mal kommt, sowie weitere prominente Bundespolitiker unterstützen den Wahlkampf der CDU im Norden. Wahlkampfauftakt ist am 28. März in Neumünster in einem Autohaus.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige