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Landtagswahl: Grüne wählen Monika Heinold als Spitzenkandidatin

Neumünster Landtagswahl: Grüne wählen Monika Heinold als Spitzenkandidatin

Grünes Fanal zur Landtagswahl 2017: Mit 97 Prozent nominiert der Landesparteitag Monika Heinold als Spitzenkandidatin und feiert sie mit Standing Ovations. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) kommt spontan vorbei und gratuliert als einer der Ersten.

Monika Heinold geht als Spitzenkandidatin der Grünen in die Landtagswahl 2017.

Quelle: dpa

Neumünster. Mit 97,3 Prozent Zustimmung schicken Schleswig-Holsteins Grüne Finanzministerin Monika Heinold als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl ins Rennen. Die 57-Jährige erhielt am Sonntag beim Landesparteitag in Neumünster 109 von 112 abgegebenen Stimmen bei drei Enthaltungen. Nach der Nominierung muss Heinold im Januar noch formal als Spitzenkandidatin bestätigt werden, wenn die Grünen die Landesliste aufstellen.

Zu den ersten Gratulanten gehörte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), der „privat und spontan“ zum Grünen-Landesparteitag gekommen war. Er dankte Heinold für die erfolgreiche Arbeit seit 2012 als „Finanz-Kapitänin des Landes“. Er wolle diese Arbeit mit ihr nach der Landtagswahl fortsetzen, sagte Albig.

Selbstbewusst zog Heinold in ihrer mit Standing Ovations und rhythmischem Klatschen gefeierten Bewerbungsrede eine durchweg positive Bilanz der Küstenkoalition von SPD, Grünen und SSW. Sie betonte dabei den nach ihren Worten entscheidenden Anteil der Grünen.

Heinold kündigte an, die Grünen strebten bei der Landtagswahl am 7. Mai 2017 ein gutes zweistelliges Wahlergebnis an und wollten die erfolgreiche Koalition dann fortsetzen. Die jüngsten Wahlergebnisse hätten aber gezeigt, dass alle demokratischen Parteien bereit sein müssten, zusammen zu arbeiten. „Deshalb schlagen wir keine Türen zu.“ Bei der Landtagswahl 2012 hatten die Grünen 13,2 Prozent erzielt.

CDU-Landeschef Daniel Günther brachte kürzlich eine „Jamaika“-Koalition von CDU, Grünen und FDP ins Gespräch. Heinold meinte dazu: „Im Alltag entscheiden CDU und FDP sich gegen Ökologie und Klimaschutz, im Wahlkampf robben sie sich an uns Grüne heran, um sich ein modernes Mäntelchen umzuhängen - glaubwürdig ist das nicht!“

Mit Blick auf die AfD, die den Einzug ins schleswig-holsteinische Landesparlament anstrebt, rief Heinold dazu auf, „unsere Demokratie gegen grassierenden Rechtspopulismus zu verteidigen!“ Wer die tragische Situation der Flüchtlinge ausnutze und sie zum Spielball seiner menschenverachtenden Ideologie mache, habe die Prinzipien von Humanität und Rechtsstaat nicht verstanden! „Wir Grüne sind der Gegenpool der AfD!“, sagte Heinold. „Wir werden verblendeten Hass mit klaren Worten beantworten!“

Zu den Erfolgen der Grünen zählte Heinold den von ihr verantworteten ausgeglichenen Landeshaushalt, Verbesserungen im Bildungsbereich sowie Fortschritte bei der Energie-, Verkehrs- und Agrarwende. „Wir Grüne können nicht nur Umwelt - wir können auch Finanzen und Gerechtigkeit“, sagte Heinold.

Vor der Nominierung Heinolds hatte der Parteitag das Wahlprogramm einstimmig verabschiedet. Es stellt Ökologie, Gerechtigkeit und Weltoffenheit in den Fokus. Für die Schulen streben die Grünen 100 Prozent Unterrichtsversorgung plus Bonus an sowie bei den Kitas eine bessere Qualität und ein breiteres Angebot. Zudem wollen die Grünen, einem Ministerium den Bereich Integration als neue Aufgabe zuordnen. Welches Ministerium es sein sollte, ließen die Grünen offen.

Die intensive Debatte des Wahlprogramms verlief am Samstag ohne scharfe Kontroversen. „Wir Grünen wollen uns für eine Agrarwende einsetzen, das Ende der industrialisierten Massentierhaltung einleiten und den Anteil des Öko-Landbaus von bisher fünf Prozent auf zehn Prozent steigern“, sagte die Landesvorsitzende Ruth Kastner. Im Bereich der Energiewende solle der Anteil der Windenergie weiter zunehmen und auch für den Verkehr und die Wärme-Erzeugung genutzt werden. Die Zahl der Handwerker, die im Bereich der Dämmung arbeiten, solle von 16 000 auf 20 000 steigen.

Reizthemen, die bisher die Zusammenarbeit mit der SPD belasteten, sind in dem Wahlprogramm entschärft. So wird eingeräumt, dass die Entscheidung über den Fortbau der Autobahn A 20 in Berlin fällt. Die feste Fehmarbeltquerung sehen die Grünen weiterhin kritisch, „ein Ausstieg wäre wünschenswert“. „Wir wissen jedoch, dass politisch die Entscheidungen in Berlin und Kopenhagen getroffen werden.“

Im Bereich Fischerei wollen die Grünen weitere Schutzzonen und Beschränkungen im Wattenmeer bei gleichzeitiger Kompensation für die Fischer. Als Vision wird ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr genannt. Außerdem wollen die Grünen sich für die Erprobung und den Einsatz von Elektrobussen einsetzen.

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