Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Norden Schleswig-Holstein bei Start der Ankerzentren nicht dabei
Nachrichten Politik Politik im Norden Schleswig-Holstein bei Start der Ankerzentren nicht dabei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:47 18.05.2018
Anzeige
Kiel

An der Pilotphase der sogenannten Ankerzentren für neu ankommende Flüchtlinge wird sich Schleswig-Holstein nicht beteiligen. „Wir warten die Erprobungsphase in anderen Bundesländern ab und werden danach die Ergebnisse eingehend auswerten und dann eine Entscheidung treffen“, sagte Ministeriumssprecher Dirk Hundertmark am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Das habe die Landesregierung aus CDU. Grünen und FDP so entschieden.

Auf Bundesebene hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag sogenannte Ankerzentren vereinbart. Demnach sollen Flüchtlinge in Großunterkünften bis zum Abschluss ihrer Asylverfahren untergebracht und nicht mehr quer über das Land verteilt werden. Wer nicht als Flüchtling anerkannt wird, soll direkt aus dem Zentrum abgeschoben werden.

Schleswig-Holstein wolle bis Ende der Erprobungsphase in anderen Ländern weiter nach dem im Norden praktizierten Konzept mit den beiden bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen in Neumünster und Boostedt vorgehen, sagte der Ministeriumssprecher. Außerdem liefen die Pläne für eine gemeinsame Abschiebehafteinrichtung mit Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern in Glückstadt. Unterstützung erwarte das Land dringend vom Bund im Hinblick auf eine zu verbessernde Kooperation der Herkunftsländer, zum Beispiel bei der schnellen Beschaffung von Ersatzpapieren für Ausreisepflichtige. „Außerdem warten wir gespannt auf Vorschläge des Bundes zur Beschleunigung der Asylverfahren“, sagte der Sprecher.

dpa/lno

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach gut 16 Monaten bekommt die Marineschule in Flensburg-Mürwik einen neuen Kommandeur.

18.05.2018

Bei den Ausschreitungen während des G20-Gipfels in Hamburg war der 7. Juli 2017 nach Einschätzung von Innensenator Andy Grote (SPD) ein Schlüsselmoment.

17.05.2018

Nach der Klage der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik wegen zu hoher Luftbelastung fordert der Hamburger Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) schärfere Maßnahmen der Politik.

17.05.2018
Anzeige