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Politik im Norden Terrorbedrohung ändert nichts an Urlaubsplänen von Albig & Co.
Nachrichten Politik Politik im Norden Terrorbedrohung ändert nichts an Urlaubsplänen von Albig & Co.
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10:54 27.07.2016
Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig (SPD, r) steht am 28.06.2016 in Eutin (Schleswig-Holstein) auf dem Gelände der Landesgartenschau neben (l-r) Finanzministerin Monika Heinold (Bündnis90/ Die Grünen), Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), Justizministerin Anke Spoorendonk (SSW) und Gesundheits- und Sozialministerin Kristin Alheit (SPD). Der Ausflug war ein Vorgeschmack auf den Sommerurlaub. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Kiel

Sie arbeiten auch nach Beginn der Schulferien noch weiter in ihren Büros, sind auf Sommertour oder schon über alle Berge - ganz unterschiedlich verbringen die Kieler Kabinettsmitglieder diese Tage. Was auch immer sie tun und noch vorhaben: Die weltweite Bedrohung durch Terror habe sich auf ihre Pläne nicht ausgewirkt, betonen alle.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ist schon weg in Spanien, eine Woche im heißen Madrid - ein Abi-Geschenk an seine Tochter. Die Aufregung um Äußerungen zu Chancen bei der Bundestagswahl und Aussichten für ein Linksbündnis bekam er höchstens aus der Distanz mit. Später, nach einer am Montag beginnenden fünftägigen Sommerreise durchs eigene Land, reist Albig für zwei Wochen nach Italien: Sieben Tage Wandern in Südtirol folgen sieben Tage Relaxen in der Toskana.

Nicht weit weg urlaubt Albigs Stellvertreter, Umweltminister Robert Habeck von den Grünen mit Frau und Söhnen in Venedig. In der Idylle der Lagunenstadt kann er den Konflikt um die Deponierung von Abfällen aus künftigen Akw-Abrissen hinter sich lassen - und Kraft schöpfen für sein großes Abenteuer. Habeck steuert im Herbst die Spitzenkandidatur der Grünen für die Bundestagswahl 2017 an.

Sozialministerin Kristin Alheit (SPD), im vergangenen Jahr öfter unter Druck wegen der Vorkommnisse in Jugendheimen, will zwei Wochen mit dem Wohnmobil in Frankreich verbringen. Die Normandie ist ihr Ziel. Alheits jüngster Sohn kommt im neuen Schuljahr in eine Französisch-Klasse und soll im Urlaub schon mal hören, wie die Sprache klingt.

Innenminister Stefan Studt (SPD), monatelang wegen der Flüchtlingssituation gestresst, zieht es wie so oft nach Dänemark. „Wir haben ein Haus an der Nordsee gemietet, das ist groß genug auch für die Kinder und deren Freunde.“ Strand, Fußball spielen, Spazierengehen, Fahrrad fahren, Lesen - auf einen entspannenden Urlaub im hohen Norden freut sich der Innenminister. „Südsee-Flieger sind wir nie gewesen.“

Bildungsministerin Britta Ernst reist mit ihrem Ehemann, Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (beide SPD), für zwei Wochen nach Spanien. Eine Städtetour steht an.

Justizministerin Anke Spoorendonk macht drei Wochen Urlaub - für die 68-Jährige ist es der letzte im Sommer als Ressortchefin. Wirklich weg geht es aber nur für eine Woche in den Schwarzwald - mit Kindern und Enkeln. „Das ist spontan entstanden“, sagt die SSW-Politikerin. „Ich habe keine Zeit, etwas großartig zu planen.“ Außerdem steht ein runder Geburtstag an, Spoorendonks Mutter wird 90 Jahre alt.

Finanzministerin Monika Heinold tauscht Haushaltsdaten mit Seekarten-Koordinaten aus. Die Grüne zieht es gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten wieder aufs Wasser. Je nach Wind und Wetter will die leidenschaftliche Seglerin im Sommer bis zu drei Wochen mit dem Segelboot in der dänischen Südsee unterwegs sein.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) strebt weiter in die Ferne. Er will gemeinsam mit seiner Familie verschiedene Regionen am Mittelmeer erkunden, aber auch aus- und abspannen bei guter Strandlektüre und mediterraner Küche.

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