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Politik im Norden Umfrage: Grüne überholen CDU in Hamburg
Nachrichten Politik Politik im Norden Umfrage: Grüne überholen CDU in Hamburg
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08:46 16.04.2018
Parteimitglieder der Grünen halten Stimmkarten hoch. Quelle: Bodo Marks/archiv
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Hamburg

Die Grünen haben die CDU laut einer Umfrage in der Gunst der Hamburger Wähler erstmals überholt und liegen damit auf Platz zwei hinter der SPD. Rund zwei Jahre vor der Bürgerschaftswahl 2020 käme die SPD laut der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von „Welt“ und „Bild“ (Montag) zwar nur auf 36 Prozent, wenn an diesem Sonntag gewählt würde - 9,6 Punkte weniger als bei der Wahl 2015. Dem bisherigen Oppositionsführer CDU nützte dies jedoch nichts, käme er mit 16 Prozent doch nur um 0,1 Punkte über sein bisheriges Ergebnis hinaus. Großer Gewinner wären dagegen die Grünen: 2015 von den Wählern noch mit 12,3 Prozent bedacht, erhielten sie nun 18 Prozent. Die Linken kämen auf 12 Prozent (plus 3,5), FDP (minus 0,4) und AfD (plus 0,9) jeweils auf 7 Prozent.

Geben die Hamburger dem früheren Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) in der Umfrage ein gutes Abschlusszeugnis - fast zwei Drittel sind mit seiner Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden - muss sein Nachfolger Peter Tschentscher (SPD) noch deutlich an Bekanntheit zulegen. Auf die Frage „Glauben Sie, dass Peter Tschentscher für das Amt des Bürgermeisters gut geeignet ist?“ hätten 38 Prozent der Befragten angegeben, den ehemaligen Finanzsenator nicht zu kennen. Scholz war Mitte März als Bundesfinanzminister und Vize-Kanzler nach Berlin gewechselt.

Insgesamt sind 61 Prozent der Hamburger laut Umfrage mit der Arbeit des rot-grünen Senats zufrieden (55 Prozent) oder sehr zufrieden (6 Prozent). 62 Prozent gingen zudem davon aus, dass die SPD auch nach der kommenden Wahl den Bürgermeister stellen wird. Einer Umfrage des Politikforschungsinstituts Policy Matters im Auftrag der Wochenzeitung „Die Zeit“ zufolge waren Ende Februar/Anfang März nur rund die Hälfte aller Hamburger mit der Arbeit des Senats zufrieden. Im Vergleich zu einer Befragung zwei Jahre zuvor sei der Anteil der Unzufriedenen von 24 auf 42 Prozent gestiegen.

dpa/lno

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