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Politik im Norden Von Ratzeburg bis Fehmarn: SPD will neue S-Bahn-Linie
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22:05 24.10.2017
Ein S-Bahn-Schild. Quelle: Fotolia
Lübeck/Kiel

Die Linie der „Regio-S-Bahn“ soll in Ratzeburg beginnen, über den Flughafen Lübeck zum Hochschulstadtteil, weiter zum Lübecker Hauptbahnhof und dann über die bestehende Trasse der „Bäderbahn“ nach Neustadt und Fehmarn führen. „Das vernetzt die Bedarfe der Pendler, der Studierenden und der Touristen“, sagt der Lübecker Landtagsabgeordnete Wolfgang Baasch, der den Antrag gemeinsam mit seinen SPD-Kollegen Kerstin Metzner und Thomas Rother auf den Weg gebracht hat.

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Zum Thema: SPD-Attacke gegen Minister Buchholz

Kommentar zum Thema: Endlich Dampf machen

Der Ausbau mehrerer S-Bahn- Strecken rund um Lübeck ist seit Monaten in der Diskussion. Anfang diesen Jahres forderte die Grünen-Landtagsfraktion in ihrem Konzept „Netz 25+“ eine S-Bahn zwischen Lübeck und Eutin, und dann auch Linien zwischen Lübeck und Neustadt, Ratzeburg oder Mölln und Bad Oldesloe. Denn: Die S-Bahnen könnten an vielen Haltestellen stoppen, die Regionalzüge dafür mit weniger Stopps auskommen und die Städte schneller miteinander verbinden.

Die neue Kieler Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP einigte sich in ihrem Koalitionsvertrag im Juni dann aber nur darauf, den Erhalt der Bäderlinie zu prüfen. Die Deutsche Bahn plant bislang, diese Strecke stillzulegen, wenn eines Tages die neue Trasse zum Fehmarnbelttunnel fertig ist. Auch die Bürgermeister der Küstenorte machen dagegen mobil, fordern ebenfalls zwei S-Bahn-Linien von Lübeck bis Scharbeutz oder Neustadt und vom Flughafen bis an den Strand von Travemünde.

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Der SPD-Antrag geht jetzt noch darüber hinaus. Schließlich empfehle auch ein Gutachten der Verkehrsgesellschaft des Landes NAH.SH im Auftrag der Hansestadt die Einrichtung mehrerer Regio-S-Bahn-Linien rund um Lübeck, heißt es bei den Sozialdemokraten. „Die gesamte Region um die Hansestadt ist eine der touristischen Hochburgen Schleswig-Holsteins, die auf eine gute Infrastruktur des Schienen-Nahverkehrs angewiesen ist“, sagt Baasch. Nicht umsonst würden die Fahrgastzahlen der Bäderbahn seit Jahren um zweistellige Raten steigen.

Im Wirtschaftsministerium von FDP-Minister Bernd Buchholz setzt man allerdings eher auf eine Taktverdichtung der bisherigen Regionalzüge nach Travemünde und Neustadt. „Ob man das Kind dann S-Bahn nennt oder anders, ist gar nicht der entscheidende Punkt“, sagt eine Sprecherin. Diese Taktverdichtung sei gewissermaßen schon in Arbeit – allerdings unter Finanzierungs-Vorbehalt. Das heißt: Man will bei der anstehenden Neuausschreibung der Strecke entsprechende Angebote mit abfragen. Ob eine Taktverdichtung auf der Strecke LübeckRatzeburg sinnvoll ist, müsse erst noch untersucht werden, so die Sprecherin. Bei der SPD kommt das nicht gut an. Die Oppositionsfraktion wirft Buchholz ohnehin Untätigkeit vor, etwa bei der Hafenförderung. 

Von Wolfram Hammer

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