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Politik im Rest der Welt 80 Häftlinge öffentlich hingerichtet
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22:25 11.11.2013
Machthaber Kim Jong Un: In seinem Land gilt die Todesstrafe.

In Nordkorea sind einem Bericht zufolge etwa 80 Häftlinge öffentlich hingerichtet worden. Die meisten von ihnen hätten wegen des Ansehens verbotener TV-Sendungen aus Südkorea die Todesstrafe erhalten, berichtete eine südkoreanische Zeitung. Eine von nordkoreanischen Flüchtlingen betriebene Website stufte die Angaben als glaubwürdig ein. Dem Informanten zufolge, der sich nach eigenen Angaben kürzlich in dem kommunistischem Land aufhielt, wurden die Hinrichtungen am 3. November in sieben Städten vorgenommen. Zumeist sei den Häftlingen vorgeworfen worden, südkoreanische Fernsehsendungen angeschaut zu haben. Aber auch wegen Prostitution sei die Todesstrafe vollstreckt worden. In der östlichen Hafenstadt Wosnan versammelten die Behörden den Angaben zufolge 10 000 Zuschauer in einem Stadion, in dem dann acht Menschen erschossen wurden. Aus Kreisen nordkoreanischer Überläufer verlautete, der Bericht decke sich mit Gerüchten.

Das Anschauen ausländischer Serien oder Filme ist in Nordkorea strengstens verboten. Dank digitaler Speichermedien floriert jedoch der Handel mit illegalen Videos. Auch US-Serien wie „Desperate Housewives“ sollen eine kleine, aber begeisterte Fangemeinde haben. Die Regierung in Pjöngjang habe offenbar Angst vor einem gesellschaftlichen Wandel und wolle die Bevölkerung einschüchtern, heißt es auf der regierungskritischen Website.

LN

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