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22:14 21.01.2017

Noch nie zuvor in der Geschichte der USA war die Amtseinführung eines neuen Präsidenten von solch heftigen Protesten und Ausschreitungen begleitet wie bei der Nummer 45 im Weißen Haus. Bereits gestern waren in Washington Autos in Flammen aufgegangen, Polizisten mit Wasserwerfern gegen Demonstranten vorgegangen und rund 200 Menschen festgenommen worden. Am Tag nach Trumps Antrittsrede kam es weltweit zu weiteren Demonstrationen. „Women’s March on Washington“ – Frauenmarsch auf Washington – war die Massenkundgebung gestern in der US-Hauptstadt überschrieben, begleitet von hunderten „Schwestermärschen“ in anderen amerikanischen Städten. Aber es waren längst nicht nur Frauen, die sich zum Auftakt von Trumps Amtszeit Gehör verschaffen wollten, auch viele Männer und Kinder machten mit – nach Schätzungen mehr als 500000 allein in Washington.

Auch in vielen deutschen Städtzen fanden Aufmärsche statt. Den größten Protestzug gab es in Frankfurt am Main, wo mehr als 2000 Menschen durch die Innenstadt zogen. Bei dem „Women's March“

demonstrierten sie für die Rechte von Frauen und Minderheiten und für gesellschaftliche Vielfalt.

In Berlin versammelten sich einige Hundert Frauen und Männer vor der US-Botschaft. Der Ableger der Demokratischen Partei für im Ausland lebende US-Amerikaner (Democrats Abroad) hatte die Demonstration angemeldet, wie die Polizei mitteilte. Die Demonstrantinnen riefen „No justice, no peace“ oder „I’m a feminist“. Auf Plakaten standen Sprüche wie „Trump ist kein Berliner“.

In München zogen rund 600 Menschen vom US-Generalkonsulat bis in die Innenstadt. In Heidelberg protestierten rund 800 Menschen für gesellschaftliche Vielfalt. Nach Angaben der Polizei verliefen alle Protestzüge friedlich.

In der schwedischen Hauptstadt Stockholem fanden sich mehrere Tausend Menschen zu Protesten zusammen. Die Teilnehmer protestierten gegen die Diskriminierung von Frauen, gegen Gewalt, Rassismus, Homophobie und religiöse Intoleranz. Sie hielten Plakate mit der Aufschrift „Nicht Hass, sondern Liebe macht Amerika wieder groß“ oder in Anspielung auf Trumps angeblich nicht sehr großen Hände „Keine kleinen Hände an Nuklearwaffen“. Ähnliche Proteste fanden auch in den Hauptstädten der benachbarten Länder statt. In Oslo kamen Hunderte Menschen zu der Kundgebung, ebenso in Kopenhagen und Helsinki.

LN

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