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Politik im Rest der Welt AfD-Spitze: Stuttgarter Fraktion braucht „Wiedervereinigung“
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06:04 16.07.2016
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Berlin

Der Bundesvorstand der AfD hat die Streithähne in der Partei aufgefordert, sich wieder zusammenzuraufen. Die gespaltene AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag müsse wieder zusammenfinden, hieß es in einem Beschluss, den der Vorstand bei einer Sitzung in Berlin verabschiedete.

Bundesvorstandsmitglied André Poggenburg forderte die Parteivorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen auf, in Zukunft besser zusammenarbeiten. „Wer das nicht kann, muss sich überlegen, ob er an der richtigen Stelle sitzt“, drohte er. Petry forderte die anwesenden Journalisten vor Beginn der Vorstandssitzung auf, sich davon zu überzeugen, „dass wir weiterhin die Partei zusammen führen“.

Es war das erste Treffen des Bundesvorstandes seit zwei Monaten. Die Parteispitze hatte zuletzt vor allem durch Rivalitäten zwischen Petry und Meuthen von sich reden gemacht. Dies überlagerten auch den Streit in der baden-württembergischen AfD-Landtagsfraktion. Dieser Streit hatte sich an der Frage entzündet, wie die AfD mit dem Abgeordneten Wolfgang Gedeon umgehen soll. Gedeon hat die Fraktion inzwischen verlassen. Ihm wird Antisemitismus vorgeworfen. 

In der vergangenen Woche hatte Meuthen gemeinsam mit 13 Parteikollegen die Stuttgarter Fraktion verlassen. Er reagierte damit auf die Weigerung einiger Mitglieder, seinem Antrag, Gedeon auszuschließen, zu folgen. Meuthen warf Petry vor, sie habe sich in die Belange seiner Fraktion eingemischt und dadurch die Lage komplizierter gemacht.

Wie genau die Spaltung der Fraktion überwunden werden soll, ließ der Bundesvorstand offen. Er erklärte, dies zu erreichen, sei vorrangig Aufgabe des Landesverbandes Baden-Württemberg. Gleichzeitig kündigte er an: „Der Bundesvorstand wird diesen Prozess aktiv unterstützen.“

An diesem Samstag beginnt in Bingen der Bundeskongress der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA). Als Gastredner werden Petry und Parteivize Alexander Gauland erwartet. Der JA-Bundesvorsitzende Markus Frohnmaier sagte am Freitag, es würden auch Vertreter ausländischer Parteien erwartet. Eingeladen habe man unter anderem die französische Partei Front National und die FPÖ.

dpa

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