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Politik im Rest der Welt AfD-Vize: Regierung wäre für uns tödlich
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20:21 13.02.2016
Alexander Gauland

Parteivize Alexander Gauland hat seine eigene Partei vor der Übernahme von Regierungsverantwortung gewarnt. „Wir sind noch immer ein gäriger Haufen“, sagte der Fraktionschef der Alternative für Deutschland (AfD) im Brandenburger Landtag der „Welt“. Regierungsverantwortung zu übernehmen „wäre für uns tödlich. Wir würden aufgesaugt werden. Die anderen sind viel zu erfahren in den Institutionen, als dass wir mithalten könnten“, zitiert ihn die Zeitung. „Wenn wir jetzt Regierungsverantwortung übernehmen, gehen wir daran zugrunde.“

Gauland gab für die AfD das Ziel vor, „dass wir in der Parteienlandschaft der Bundesrepublik ankommen und dort fest verankert sind“. Dies dürfe dann nicht „durch eigene Dummheiten verspielt“ werden.

Kritik an seiner Partei wegen ihrer Haltung in der Flüchtlingskrise wies er zurück. „Mittlerweile sind alle anderen europäischen Staaten anderer Ansicht als die Bundesregierung. Sind wir rechtsradikal, weil wir in der Flüchtlingsfrage ähnliches wie die Schweden fordern?“, sagte er der „Welt“ weiter. „Hätten CDU und SPD die Bedenken der Bevölkerung ernsthaft aufgegriffen, gäbe es uns doch gar nicht.“

Einen Monat vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist die AfD einer Umfrage zufolge zur drittstärksten Kraft im Land aufgestiegen. In der Umfrage von Infratest dimap kommt die AfD auf neun Prozent, einen Prozentpunkt mehr als im Januar, während die Grünen einen Punkt verlieren und nur noch acht Prozent erzielen. Die FDP erreicht in der Sonntagsfrage sechs Prozent, die CDU 37 und die SPD 31 Prozent. Die Linke rutscht demnach auf vier Prozent ab und würde den Einzug in den Landtag erneut verpassen. Der wachsende Zuspruch zur AfD folgt einem bundesweiten Trend. Auf Bundesebene ist die rechtskonservative Partei, die vor allem mit radikalen Forderungen in der Flüchtlingsdebatte für Schlagzeilen sorgt, bereits zur drittstärksten Kraft aufgestiegen (12

Prozent).

LN

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