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Politik im Rest der Welt AfD sieht in Frauke Petry keine ernste Konkurrenz
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22:30 14.10.2017

Petry hatte bei der Bundestagswahl am 24. September – damals noch als Chefin der AfD – in Sachsen ein Direktmandat geholt. Kurz nach der Wahl erklärte sie dann ihren Austritt aus der Partei, das Mandat behielt sie. Petry begründete den Austritt unter anderem mit einer „Radikalisierung“ der AfD. Später kündigte sie die Gründung eines Bürgerforums und einer Partei namens Die Blaue Partei an.

Mehrere prominente Mitglieder hatten der AfD in den vergangenen Wochen den Rücken gekehrt und das damit begründet, dass diese nach rechts drifte. Dessen ungeachtet mehren sich in der Partei Stimmen, das Parteiausschlussverfahren gegen den Rechtsausleger und Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke zu beenden. Der Bundesvorstand hatte das Verfahren mit Höckes Kritik am Holocaust-Gedenken in Deutschland und seiner Forderung nach einer „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“ begründet.

„Die Partei schuldet ihm kein Ausschlussverfahren, sondern Anerkennung und Dank“, weil er „ganz entscheidenden Anteil“ am AfD-Erfolg bei der Bundestagswahl habe, sagte der baden-württembergische Landeschef Ralf Özkara dem „Spiegel“.

Das Nachrichtenmagazin berichtete von Mitgliedern der Parteispitze, die befürchteten, dass Höcke für den Bundesvorstand kandidieren und gewählt werden könnte und dann viele gemäßigte Mitglieder austreten könnten. Diese Spitzenleute sollen einen Handel mit Höcke planen: bei einem Kandidaturverzicht eine Beendigung des Ausschlussverfahrens.

LN

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