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Politik im Rest der Welt „Als Ministerin kann man ja nicht einfach parshippen“
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08:44 14.03.2018
Brigitte Zypries (SPD) Quelle: dpa
Berlin

„Als Ministerin kann man ja nicht einfach parshippen. Männer tun sich oft schwer mit starken Frauen.“ Bei einem öffentlichen Job wie dem einer Bundesministerin sei es nicht so leicht, jemanden kennen zu lernen. „Aber das ändert sich ja jetzt und dann werden wir sehen.“ Zypries sagte zu Gerüchten über ihre sexuelle Orientierung, es sei nichts dabei, lesbisch zu sein. „Aber ich bin es nicht und hatte auch langjährige Beziehungen mit Männern.“

Nach 20 Jahren Regierungsarbeit steht für die scheidende Bundeswirtschaftsministerin Zypries zudem fest, dass die Politik insgesamt in den letzten Jahrzehnten rationaler geworden ist. „Es gibt weniger Sex, weniger Alkohol, seltener ausschweifende Geschichten. Es scheint, als würde sehr viel mehr gearbeitet als vor 20, 25 Jahren.“ Wenn man sich rückblickend an viel mehr in der Politik gescheiterte Männer erinnere als an Frauen dann gebe es dafür eine ganz einfache Erklärung, meinte Zypries: „Es gibt halt kaum krachend gescheiterte Frauen.“ Das liege zum einen daran, dass es viel mehr männlich besetzte Spitzenpositionen gebe. „Zum anderen kleben Frauen nicht so an ihren Stühlen, wissen vielleicht besser, wann es Zeit ist, abzutreten. Außerdem hatte kaum eine Frau je die Gelegenheit, so schnell und steil bis zu einem Parteivorsitz aufzusteigen und dann so krachend zu landen, wie Martin Schulz.“

Von RND

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