Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Angst vor Überalterung nimmt zu
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Angst vor Überalterung nimmt zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:34 08.03.2018
Armut im Alter – immer mehr Menschen befürchten, dass sich die Überalterung der Gesellschaft negativ auswirkt. Quelle: dpa
Gütersloh

Die meisten Deutschen sehen die Überalterung der Gesellschaft als Risiko: Fast zwei Drittel denken beim demografischen Wandel vor allem an Altersarmut, längere Lebensarbeitszeit und steigende Rentenbeiträge. Dabei stieg der Anteil der Menschen, die sich vor den Folgen des demografischen Wandels fürchten, in den vergangen Jahren deutlich an. 2014 sahen in der Alterung der Gesellschaft noch 55 Prozent ein Problem. Drei Jahre später sind es bereits 65 Prozent.

Das ist das Ergebnis einer Befragung der Bertelsmann-Stiftung. Demnach ist die Bereitschaft gestiegen, länger zu arbeiten. 2002 wollten noch 52 Prozent der Befragten früher als gesetzlich vorgeschrieben in den Ruhestand gehen, 2017 ist dieser Anteil auf 25 Prozent zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum verdoppelte sich von 5 auf 12 Prozent der Anteil derer, die über die Ruhestandsgrenze hinaus arbeiten wollen. „Wir waren überrascht, wie stark die Präferenz abgenommen hat, lieber früher als gesetzlich vorgesehen in Rente zu gehen“, sagt Projektleiter André Schleiter.

Bessere Pflege, mehr Hilfe bei der Altersvorsorge

Überraschend ist auch, dass eine Mehrheit der Befragten für das Land Risiken sieht, aber nur eine Minderheit – etwas mehr als ein Viertel der Befragten – Folgen für sich und das persönliche Umfeld befürchtet.

Von der Politik wünschten sich die Befragten beispielsweise, „dass der Pflegeberuf attraktiver wird und dass sie beim Aufbau einer privaten Altersvorsorge unterstützt werden“, sagt Schleiter. Bei den Maßnahmen, die aus Sicht der Bürger wichtig seien, um den demografischen Wandel in den Griff zu bekommen, zeigten sich die Sorgen der Befragten sehr deutlich.

Der demografische Wandel bedeutet, dass es immer mehr ältere und immer weniger jüngere Menschen gibt. Im nächsten Jahrzehnt werden verstärkt die geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten „Babyboomer“, in Rente gehen. Heute zahlen sie noch Beiträge in die Rentenkasse ein, bald sind sie dann Rentenbezieher.

Von Oliver Beckhoff/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der bisherige Justizminister Heiko Maas soll in der neuen Bundesregierung als Nachfolger von Sigmar Gabriel Außenminister werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen in Berlin.

08.03.2018

Das Kabinett der Großen Koalition nimmt Form an. Die Unions-Minister stehen schon fest. Jetzt wurde bekannt, dass Franziska Giffey für die SPD Familienministerin werden könnte.

08.03.2018

Nach seiner umstrittenen Rede zum Aschermittwoch zieht Sachsen-Anhalts AfD-Vorsitzender und Fraktionschef André Poggenburg Konsequenzen und gibt beide Ämter auf.

08.03.2018