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Anschlag in Istanbul: Zehn Deutsche tot

Istanbul Anschlag in Istanbul: Zehn Deutsche tot

Zehn tote Deutsche und fünf Schwerverletzte noch auf der Intensivstation. Das ist die vorläufige Bilanz des Terroranschlags von Istanbul. Die Bundeswehr bereitet sich auf die Rückführung der Toten und Verletzten vor.

Thomas De Maiziere legte zusammen mit dem türkischen Premier Minister Ahmet Davutoglu  Blumen am Anschlagsort nieder.

Quelle: dpa

Istanbul .  Ein Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im historischen Zentrum Istanbuls mindestens acht Deutsche mit sich in den Tod gerissen.

 Nach dem Terroranschlag in Istanbul hat sich die Zahl der getöteten deutschen Staatsbürger auf zehn erhöht. Zwei Deutsche erlagen inzwischen ihren schweren Verletzungen, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch mit. Noch sieben weitere Deutsche seien nach dem Attentat vom Dienstag in Krankenhäusern inIstanbul, fünf von ihnen auf der Intensivstation. Außerdem gebe es drei Leichtverletzte, die noch am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen werden sollten.

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Die stellvertretende Sprecherin des AA, Sawsan Chebli, sagte weiter, eine 33-köpfige deutsche Reisegruppe sei direkt von dem Attentat in der Altstadt der türkischen Metropole betroffen gewesen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass es ein gezielter Angriff auf diese Gruppe gewesen sei. Allerdings sei der Anschlag noch nicht abschließend aufgeklärt.

Über den Zeitpunkt und die Modalitäten für eine Rückführung der Toten und Verletzten nach Deutschland ist noch nicht entschieden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sei die Bundeswehr dazu „bereit und in der Lage“. Auch Schwerverletzte könnten mit einem Medevac-Airbus ausgeflogen werden. Die Entscheidung treffe der Krisenstab des Auswärtigen Amts.

Inzwischen befinden sich vier Beamte des Bundeskriminalamts BKA zur Unterstützung der Ermittlungen in Istanbul, teilte das Bundesinnenministerium mit. Auch ein Kriseninterventionsteam des AA ist nach Istanbulgereist.

Schon am Dienstag waren die Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei aktualisiert worden. Darin empfiehlt das AA deutschen Urlaubern „dringend“, alle Menschenansammlungen in der MillionenstadtIstanbul zu meiden. Eine pauschale Warnung sei dies jedoch nicht, sagte die AA-Sprecherin.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, es habe acht getötete Deutsche gegeben, neun weitere Bundesbürger seien zum Teil schwer verletzt. Steinmeier sprach von „Stunden der Trauer, der Wut und des Entsetzens“. „Seit vielen Jahren hat uns Deutsche der Terror nicht mehr so schwer getroffen wie heute in Istanbul“, sagte Steinmeier. Zugleich versicherte er: „Wir dürfen und werden uns von Mord und Gewalt nicht einschüchtern lassen. Im Gegenteil: Gemeinsam mit unseren Partnern auf der Welt werden wir dem Terror auf allen Ebenen entgegentreten.“

Davutoglu sagte, alle zehn Todesopfer seien Ausländer gewesen. Nach früheren Angaben aus Regierungskreisen in Ankara waren 9 der 10 Todesopfer Deutsche. Ein weiteres Opfer stammt aus Peru, wie die Regierung in Lima mitteilte. Mindestens 15 Menschen wurden nach türkischen Regierungsangaben verletzt.

Untersuchungen an der Blauen Moschee: Ein Augenzeuge sagte CNN Türk, es habe sich um einen Selbstmordattentäter gehandelt. Die Untersuchungen dauern an.

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Explosion in Istanbul 1

Allein im vorigen Jahr haben Terroranschläge in der Türkei rund 170 Menschen das Leben gekostet. Gleich mehrere sollen auf das Konto der Terrormiliz Islamischer Staat gehen.

Hintergrund: Terror in der Türkei

Oktober 2015: Am Rande einer regierungskritischen Demonstration in der Hauptstadt Ankara reißen zwei Sprengsätze mehr als 100 Menschen in den Tod. Die Staatsanwaltschaft macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich.

Juli 2015: Im südtürkischen Grenzort Suruc sprengt sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. 33 pro-kurdische Aktivisten sterben. Die Behörden zeigen auf die Terrormiliz IS, die sich allerdings nie zu der Tat bekennt.

Juni 2015: Zwei Tage vor der türkischen Parlamentswahl verüben Unbekannte in der südosttürkischen Kurden-Metropole Diyarbakir einen Sprengstoffanschlag auf eine Veranstaltung der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Mindestens vier Menschen sterben. Die türkische Regierung macht den IS verantwortlich.

Januar 2015: Im Istanbuler Touristenviertel Sultanahmet reißt eine Selbstmordattentäterin einen Polizisten mit in den Tod und verletzt einen weiteren. Zunächst bekennt sich die linksextremistische Untergrundorganisation DHKP-C zu dem Anschlag, zieht ihr Bekenntnis aber wieder zurück. Ermittlungen zufolge soll die Attentäterin Verbindungen zum IS gehabt haben.

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