Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Antisemitismus-Zwist: Streit zwischen Petry und Meuthen
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Antisemitismus-Zwist: Streit zwischen Petry und Meuthen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:32 20.06.2016
Anzeige
Berlin/Stuttgart

In der AfD-Spitze ist offener Streit über den Ausschluss des baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon wegen antisemitischer Positionen entbrannt.

Wie die „Welt“ berichtet, wirft AfD-Chefin Frauke Petry ihrem Ko-Vorsitzenden Jörg Meuthen in einer Erklärung an alle Mitglieder vor, mit seiner öffentlichen Rückzugsdrohung einen Keil in die Stuttgarter AfD-Landtagsfraktion getrieben zu haben. Vor einer Entscheidung über Gedeons Ausschluss seien „geordnete und seriöse Formen der Aufklärung“ nötig.

Meuthen warf Petry daraufhin ein „bizarres Hineinregieren“ in die Landtagsfraktion vor. „Frauke Petry behauptet, es gäbe einen Beschluss der baden-württembergischen AfD-Landtagsfraktion, man solle im Fall Gedeon zunächst ein wissenschaftliches Gutachten einholen. Diese Behauptung von Frauke Petry ist wahrheitswidrig“, sagte Meuthen der „Welt“ (Online Sonntag/Print Montag). Ein Vorgehen mit einem Gutachten sei lediglich vorgeschlagen, nicht aber beschlossen worden.

Die Stuttgarter AfD-Landtagsfraktion will am Dienstag über den Ausschluss Gedeons abstimmen. Für einen Ausschluss ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Meuthen hat gedroht, als Fraktionschef zurückzutreten, sollte Gedeon in der Fraktion bleiben.

Gedeon hatte in einem Buch behauptet, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin diene der Erinnerung an „gewisse Schandtaten“. Zudem hatte der Arzt Holocaust-Leugner als „Dissidenten“ bezeichnet und so mit Menschen verglichen, die für ihr politisches Engagement in autoritären Regimen verfolgt werden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenige Tage vor dem Brexit-Referendum liegen die Befürworter eines Verbleibs von Großbritannien in der EU wieder knapp in Führung.

19.06.2016

Bundespräsident Gauck macht 2017 nach einer Amtszeit Schluss. Zwischendurch hatte er überlegt weiterzumachen - wegen der unruhigen Zeiten in Deutschland. Das Staatsoberhaupt ist aber froh, dass ihn niemand „genötigt“ hat zu bleiben.

20.06.2016

Bundespräsident Joachim Gauck hofft darauf, dass Großbritannien nicht aus der Europäischen Union austritt. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ sagte Gauck, die Briten hätten die freie Entscheidung.

19.06.2016
Anzeige