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Politik im Rest der Welt Anwalt von Fillon übergibt Ermittlern Dokumente
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19:22 26.01.2017
Der konservative Ex-Premierminister Fillon war wegen der früheren Anstellung seiner Frau im Parlament ins Visier des Justiz geraten. Quelle: Rainer Jensen
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Paris

In der „Parlamentsjob“-Affäre hat der Anwalt des französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon Ermittlern Dokumente übergeben.

Der konservative Ex-Premierminister war zuvor wegen der früheren Anstellung seiner Frau im Parlament ins Visier des Justiz geraten. Anwalt Antonin Levy bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, Vertreter der Finanz-Staatsanwaltschaft getroffen und ihnen die Unterlagen überreicht zu haben. Details dazu blieben zunächst offen.

Die Ermittler prüfen in Vorermittlungen den Vorwurf der Scheinbeschäftigung. Die Wochenzeitung „Le Canard Enchaîné“ hatte am Mittwoch enthüllt, dass Fillon als Abgeordneter seine Frau jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin beschäftigt hatte. Grundsätzlich ist es französischen Abgeordneten erlaubt, Familienangehörige zu beschäftigen, solange diese tatsächlich arbeiten.

Fillon hatte erklärt, die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Der 62-Jährige gilt als Favorit für die Präsidentenwahl in rund drei Monaten.

Die beiden sozialistischen Kandidaten für den Élyséepalast wollen Konsequenzen ziehen und die Beschäftigung von engen Verwandten im Parlament verbieten. „Ich denke, dass diese Entscheidung nötig ist“, sagte Ex-Premier Manuel Valls am späten Mittwochabend bei einem TV-Duell mit seinem Konkurrenten Benoît Hamon. Der Ex-Bildungsminister forderte, dass es im Parlament und im Senat verboten werden solle, „einen Cousin, ein Kind oder einen Ehepartner“ zu beschäftigen.

Penelope Fillon sei von 1998 bis 2002 bei ihrem Mann und dann bei dessen Nachfolger in der Nationalversammlung angestellt gewesen, hatte das Enthüllungsblatt berichtet. Insgesamt habe sie etwa 500.000 Euro aus der Parlamentskasse erhalten.

Fillon ist seit seiner Wahl zum Spitzenkandidaten Ende vergangenen Jahres der starke Mann der bürgerlichen Rechten. Im Rennen für den Élyséepalast ist Marine Le Pen, die Chefin der rechtsextremen Front National (FN), seine Hauptkonkurrentin.

dpa

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