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Politik im Rest der Welt Arbeitnehmer gehen immer später in Rente
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Arbeitnehmer gehen immer später in Rente
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02:21 04.07.2013

Arbeitnehmer in Deutschland sind im vergangenen Jahr so spät in Rente gegangen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gleichzeitig sanken die Abschläge wegen vorgezogenen Renteneintritts auf den niedrigsten Wert seit 2003. Das geht aus Statistiken der Deutschen Rentenversicherung hervor. Danach stieg das durchschnittliche Renteneintrittsalter der Männer 2012 von 60,9 auf 61,2 Jahre. Frauen gingen mit 61 (2011: 60,8) Jahren in Rente. Das waren die höchsten Werte seit über 20 Jahren. Im Jahr 2000 gingen Männer noch im Schnitt mit 59,8 Jahren in den Ruhestand, Frauen mit 60,5 Jahren.

Weil die Beschäftigten immer länger arbeiten, müssen sie auch weniger Abschläge für vorgezogenen Ruhestand hinnehmen. Immer mehr Rentner in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern müssen sich im Alter etwas dazuverdienen. Die Zahl der Minijobber ab 70 Jahren hat sich seit 2003 verdoppelt, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord mitteilte.

In Schleswig-Holstein gibt es demnach 31 260 Minijobber in der Altersgruppe ab 65 Jahren. In Hamburg sind es 18 727, in Mecklenburg-Vorpommern 10 534. Viele Arbeitnehmer müssten Abschläge von ihrer Rente in Kauf nehmen, weil sie ihre Arbeit vorzeitig aufgeben, sagte der DGB-Nord-Vorsitzende Uwe Polkaen. „Schon jetzt erreicht der Durchschnittsrentner nach den Abschlägen und Versicherungsbeiträgen nur eine Rente von rund 800 Euro monatlich.“

LN

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