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Politik im Rest der Welt Ausländer flüchten aus Ägypten
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20:10 29.06.2013
Eine breite Opposition fordert den Rücktritt von Präsident Mursi.
Kairo

Vor den Großdemonstrationen gegen Ägyptens Präsidenten Mohammed Mursi wächst die Furcht vor einer gefährlichen Eskalation. US-Präsident Barack Obama rief gestern die ägyptischen Behörden auf, für die Sicherheit der amerikanischen Botschaft und der Konsulate zu sorgen. Zahlreiche Ausländer verließen in voll besetzten Flugzeugen das Land. Heute will eine Protestbewegung den Islamisten Mursi mit Millionen Unterschriften zum Rücktritt zwingen. Anlass ist er erste Jahrestag seiner Vereidigung am 30. Juni.

Bei Protesten gegen den islamistischen Präsidenten waren bereits am Freitag mindestens drei Menschen getötet und mehr als hundert verletzt worden. Unter den Toten war laut Medienberichten auch ein 21-jähriger US-Student, der in Alexandria erstochen wurde.

In Kairo und anderen Städten heizte sich die Stimmung bereits gestern Abend zusehends auf. Auf dem zentralen Tahrir-Platz und in der Nähe des Präsidentenpalastes im Stadtteil Heliopolis kampierten Mursi-Gegner. Unterstützer des Präsidenten sammelten sich vor der nicht weit entfernten Rabea-al-Adawija-Moschee. Mursi hat den Palast bereits verlassen.

Auf dem Flughafen in Kairo herrschte Hochbetrieb. Sämtliche Flüge in die USA, nach Europa und in die Golfstaaten waren nach Angaben aus Sicherheitskreisen ausgebucht. Das Auswärtige Amt in Berlin empfiehlt deutschen Staatsbürgern „nachdrücklich“, während und nach den angekündigten Großdemonstrationen „besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt und Heliopolis) weiträumig zu meiden“.

LN

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