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Politik im Rest der Welt Ausnahmezustand in Ferguson
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22:15 11.08.2015
Neun Verhaftungen gab es vergangene Nacht in Ferguson.

Bei neuen Protesten anlässlich des Todestages des schwarzen Jugendlichen Michael Brown sind in der US-Stadt Ferguson mehrere Menschen festgenommen worden. Örtliche Medien berichteten, es sei am Montagabend (Ortszeit) zu vereinzelten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. Die Beamten seien mit gefrorenen Wasserflaschen und Steinen beworfen worden, teilte die Polizei mit. Mindestens neun Menschen seien festgenommen worden, hieß es.

Die Polizisten hätten Pfefferspray eingesetzt, schrieb die Zeitung „St. Louis Post-Dispatch“ unter Berufung auf Augenzeugen. Rund 150 Demonstranten seien zuvor durch die Straßen gezogen. Die Behörden hatten den Notstand verhängt, nachdem es am Sonntag — dem Jahrestag von Browns Tod — zu Schusswechseln in der Stadt gekommen war. „Wir werden keine weiteren Gewaltakte tolerieren“, teilte der zuständige St. Louis County mit. Mehrere Gruppen in der Stadt im Staat Missouri hatten zuvor zu einem Tag des zivilen Ungehorsams aufgerufen.

Der unbewaffnete Afroamerikaner Brown war am 9. August 2014 von einem weißen Polizisten in Ferguson erschossen worden. Dies hatte schwere Unruhen ausgelöst und eine Diskussion über offenen und latenten Rassismus in den USA entfacht. Der Todesschütze von Ferguson wurde nicht angeklagt.

Im Laufe des Montags waren bei einer Kundgebung vor dem Justizgebäude von St. Louis nach Medienberichten bereits rund 60 Menschen festgenommen worden, darunter bekannte Bürgerrechtler. Mehrere US-Sender zeigten Bilder, wie sich Demonstranten widerstandslos abführen ließen. Weitere Festnahmen habe es am Abend nach der Blockade einer Landstraße gegeben, hieß es.

Browns Vater bedankte sich auf Facebook für die große Anteilnahme der Bevölkerung: „Meine Familie und ich sind wirklich ergriffen vom Ausmaß der Unterstützung, die wir über das Wochenende erfahren haben.“

LN

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